Seele Jesus

Krise - Ende oder Wende?

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Im geistig-seelischen Bereich sind Krisen meistens nicht so einfach zu bewältigen. Dr. Ingo Resch zeigt die Hintergründe auf.
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<p>Eine Krise entsteht in den meisten Fällen durch ein gestörtes Gleichgewicht. Wir können uns einer solchen Krise dann anpassen oder versuchen, sie zu überwinden. In diesem Sinn können Krisen sogar zu Auslösern für neue Entwicklungen und wissenschaftlichem Fortschritt werden, wie das im 18. Jahrhundert häufig der Fall war, als eine Nahrungs- und Energiekrise die Entwicklung der Dampfmaschine vorantrieb. Heute sprechen wir von Wirtschaftskrise, Eurokrise, Klimakrise – unsere Welt scheint von einer Krise in die nächste zu taumeln. Artensterben, Hunger, Arbeitslosigkeit und Gewalt sind laut Experten Probleme, die niemals in Gänze gelöst werden können. Genauso hilflos stehen wir oft auch vor persönlichen Hürden und Schwierigkeiten. Dabei bedeutet das Wort „Krise“ eigentlich etwas, was uns Mut machen könnte. Das Wort stammt nämlich von dem lateinischen Wort crisis ab, das „entscheidende Wendung“ bedeutet. So gesehen bedeutet eine Krise immer gleichzeitig auch die Chance, eine entscheidende Wende herbeizuführen, das „Steuer herumzureißen“ und einen anderen Weg einzuschlagen. Genau das ist in der Geschichte der Menschheit auch immer wieder vorgekommen – Krisen bewirkten zum Beispiel Reformen oder regten zu Ideen, Erfindungen und wissenschaftlichem Fortschritt an, so etwa bei der Entwicklung der Dampfmaschine, die im 18. Jahrhundert durch eine Nahrungs- und Energiekrise beflügelt wurde.
Ebenso können uns auch persönliche Notlagen und Krisen beflügeln und letztlich weiterbringen. Dabei kann es z. B. zu einem beruflichen Neuanfang, einer tieferen Beziehung oder zu einem Wachstum unserer Persönlichkeit kommen. Vor allem ist eine Krise immer auch eine Chance dazu, unser Leben und unsere Beziehung zu Gott, unserem Schöpfer, zu überdenken und zu ändern. Denn die größte Krise der Menschheit finden wir nicht etwa im Bereich des Klimas oder der Wirtschaft, sondern in der Abkehr des Menschen von seinem Schöpfer. Durch diese weitreichende Fehlentscheidung ist das Leben der gesamten Menschheit ebenso wie das jedes Einzelnen aus den Fugen geraten. Daran leiden wir bis heute.
Den ersten Schritt, wieder Ordnung in dieses Chaos zu bringen, hat Gott durch den Tod seines Sohnes Jesus Christus getan und damit die Kluft zwischen ihm und uns überbrückt. Den zweiten Schritt müssen allerdings wir tun, indem wir Gottes Angebot der Versöhnung annehmen. Jede Lebenskrise lädt uns letztlich dazu ein, diese Brücke zu benutzen, uns auf den Weg zu Gott zu machen und dadurch Heilung zu erfahren.
Die Krise der Menschheit lässt sich nicht durch gute Taten oder Entwicklungshilfeprogramme lösen, wie das viele von uns meinen. Mutter Teresa war dafür bekannt, sich in Kalkutta voller Hingabe für Menschen in Armut und Not einzusetzen. Nach ihrer Friedensnobelpreisverleihung im Jahre 1979 wurde sie gefragt, was Amerika tun müsse. Diese Frage beantwortete sie nicht mit der Bitte um finanzielle Unterstützung und humanitäre Hilfe, sondern sagte nur diesen einen schlichten Satz: „Amerika muss beten.“

In diesem Zusammenhang berichtet Dr. Ingo Resch im Podcast von einer persönlichen Krise, die ihm nachts den Schlaf und tagsüber die Freude am Alltag und Beruf geraubt hat. Der Bericht gipfelt in dem Satz: „In der Tiefe wäre ich ein bodenloses Loch gefallen, hätte ich nicht den Dialog mit Gott gehabt.“ – Mit demjenigen zu sprechen, der alle Dinge in der Hand hält und der die Macht hat, einzugreifen und auch bereits den Ausgang einer Situation kennt, gibt uns Ruhe und Sicherheit.