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Rot bestrahltes Parlament - Eingang Josefsplatz.
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Zum Gedenken an die weltweite Christenverfolgung wurde die Hofburg am Mittwoch blutrot beleuchtet. Damit beteiligte sich das Österreichische Parlament heuer erstmals am sogenannten "Red Wednesday", einem weltweiten Aktionstag, an dem zahlreiche Länder auf vier Kontinenten - von Brasilien über Kanada bis Australien - viele ihrer Kirchen oder Bauwerke (so etwa das Parlament in London, die weltberühmte Christusstatue in Rio de Janeiro, der Trevibrunnen und das Kolosseum in Rom oder die Burg in Bratislava) in rotes Licht tauchen und damit weltweit ein starkes Zeichen der Unterstützung für hunderte Millionen von Menschen setzen, die in vielen Ländern der Welt wegen ihres christlichen Glaubens unterdrückt und verfolgt werden, erläutert ÖVP-Menschenrechtssprecherin Gudrun Kugler.

Den Auftakt zu der bereits 2015 weltweit vom internationalen katholischen Hilfswerk "Kirche in Not" ins Leben gerufene Kampagne bildet heuer Österreich, wo neben dem Parlament mehr als 50 Kirchen, Klöster und Monumente in allen österreichischen Bundesländern rot bestrahlt werden.

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, der die Initiative durch die Beleuchtung des Parlaments in der Hofburg unterstützt, betont: "Millionen von Christen sind weltweit von Bedrohung, Diskriminierung und Verfolgung betroffen. Es ist absolut inakzeptabel, dass Menschen aufgrund ihres Glaubens zu Opfern von Gewalt und Unterdrückung werden. Mit der Beleuchtung der Hofburg möchte ich als Präsident des österreichischen Nationalrats ein Zeichen setzen und zur Bewusstseinsbildung im Kampf gegen Christenverfolgung beitragen."

Initiiert wurde die Beteiligung des Parlaments von Gudrun Kugler, die sich über das starke Zeichen der Solidarität mit den verfolgten Christen freut: "Insgesamt sind in Österreich mehr als 50 Kirchen und Gebäude am 'Red Wednesday' beteiligt. Und das ist gut so. Denn trotz der dramatischen Situation in vielen Ländern sehen die europäischen Eliten weitgehend weg." Um gegen Christenverfolgung einzutreten, müsse man alle politischen, rechtlichen, diplomatischen, finanziellen, wirtschaftlichen und kulturellen Möglichkeiten nutzen, so Kugler. "Darum ist es wichtig, dass auch das österreichische Parlament zum diesjährigen 'Red Wednesday' am 18. November ein starkes Zeichen gegen die weltweite Christenverfolgung setzt. Ich danke 'Kirche in Not' für diese wichtige Initiative und Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka für die engagierte Unterstützung!"