Mit einem großen Allianzgottesdienst im Haus der Musik in Innsbruck wurde die diesjährige Allianzgebetswoche feierlich eröffnet. Rund 450 Christinnen und Christen feierten gemeinsam den Auftakt einer weltweiten Gebetsbewegung – getragen von Lobpreis, Predigt, Kunst, Tanz und gemeinsamer Fürbitte.
Weltweite Gebetsbewegung verbindet Christinnen und Christen
Mit dem Start der Allianzgebetswoche beteiligen sich weltweit Christinnen und Christen an einer gemeinsamen Zeit des Gebets. Seit über 175 Jahren steht diese Woche für Einheit über konfessionelle Grenzen hinweg, für gemeinsames Hören auf Gottes Wort und für das Gebet für Kirche, Gesellschaft und Welt.
Auch in Österreich wird die Gebetswoche in zahlreichen Städten begangen. In Innsbruck bildet der Allianzgottesdienst traditionell den gemeinsamen Auftakt.
Starker Auftakt im Haus der Musik Innsbruck
Der Allianzgottesdienst im Haus der Musik wurde von der Initiative „Innsbruck – Stadt der Hoffnung“ gemeinsam mit der Evangelischen Allianz Österreich veranstaltet. Das Innsbrucker Netzwerk vereint zahlreiche christliche Gemeinden und Werke mit dem gemeinsamen Anliegen, Einheit zu Leben und für die Stadt zu beten und den Menschen der Stadt durch verschiedene Initiativen zu dienen.
Rund 450 Erwachsene nahmen am Gottesdienst teil. Parallel dazu wurden Kindergottesdienste für verschiedene Altersgruppen angeboten, sodass Familien den Auftakt der Gebetswoche in altersgerechten Programmen erleben konnten.
Lobpreis, Kunst und sichtbare Predigt
Musikalisch wurde der Gottesdienst von einem Lobpreisteam gestaltet und lud die Besucherinnen und Besucher in eine dichte Atmosphäre des gemeinsamen Anbetens.
Zeitgleich zur Predigt setzte die Künstlerin Amanda Zabernig die zentrale Botschaft des Gottesdienstes live in einem Bild um. Ihr Werk thematisierte die Spannung zwischen Gottes Allmacht und Seiner freiwilligen Hingabe: Der große Gott, der sich im Lamm offenbart und im Kreuz sichtbar macht, dass Er sich aus Liebe zu den Menschen selbst hingibt. Das Bild unterstrich eindrücklich, dass Gottes Stärke in Seiner Liebe und Treue liegt.
Tanz als Auslegung von Hesekiel 37
Ein besonders eindrücklicher Moment war eine Worship-Dance-Aufführung während der Predigt. In Tanz und Bewegung wurde Hesekiel 37 – das Tal der trockenen Gebeine ausgelegt. Die prophetische Vision, in der Gottes Geist (Ruach) neues Leben schenkt, wurde so emotional und körperlich erfahrbar.
Die Choreographie stammte von Rosalin Zeindl. Der Tanz brachte eine große Hoffnung zum Ausdruck: Gott ist in der Lage, selbst dort neues Leben zu schenken, wo alles erstarrt oder verloren scheint.
Predigt: Gottes Treue trägt durch alles hindurch
Die Predigt hielt Pastor Andreas Eyl von der Kirche im Kino. Unter dem Leitwort „Gott ist treu“ stellte er drei zentrale Gedanken in den Mittelpunkt:
Anhand der Geschichte Abrahams machte Eyl deutlich, dass Gottes Treue nicht vom menschlichen Verhalten abhängt. Selbst Schuld, Zweifel und Scheitern können Gottes Zusagen nicht aufheben. Gott bleibt treu – weil Er treu ist.
Einheit als Zeugnis für die Stadt
Zum Abschluss der Predigt griff Andreas Eyl das Gebet Jesu aus Johannes 17,20 auf. Er erinnerte daran, dass Jesus selbst um Einheit unter Seinen Nachfolgern gebetet hat – damit die Welt erkennt, wer Gott ist.
Die Christen der Initiative „Innsbruck – Stadt der Hoffnung“ stehen exemplarisch für diesen Auftrag: Einheit zu leben, über Gemeindegrenzen hinaus, mit einem gemeinsamen Blick auf Christus.
Fürbitten für Gemeinden, Stadt, Land und Welt
Den geistlichen Abschluss des Gottesdienstes bildeten gemeinsame Fürbitten. In einer ruhigen Atmosphäre wurde gebetet für die Gemeinden, die Stadt Innsbruck, Österreich und die Welt.
So wurde der Blick bewusst über das Eigene hinaus geweitet – hin zu Gottes Wirken im Großen wie im Kleinen.
Abschluss unter Gottes Segen
Der Gottesdienst endete mit einem gemeinsamen Segen aus Römer 15,13:
„Deshalb wünsche ich für euch alle, dass Gott, der diese Hoffnung schenkt, euch in eurem Glauben mit großer Freude und vollkommenem Frieden erfüllt, damit eure Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes wachse.“
Mit diesem Zuspruch gingen die Besucherinnen und Besucher gestärkt in die neue Woche.
Begegnung bei Kaffee und Kuchen
Im Anschluss lud die Innsbrucker ÖSM-Gruppe (christliche Studierende) zu Kaffee und Kuchen ins Foyer ein. Die Zeit des Austauschs und der Begegnung bot Raum für Gespräche, neue Kontakte und gemeinschaftliches Miteinander.
Weitere Termine der Allianzgebetswoche in Innsbruck
Die Allianzgebetswoche wird in Innsbruck an mehreren Orten fortgesetzt: