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Dr. Chris Elisara (links) und Matthias Böhning (rechts) mit Vertreterinnen der kenianischen evangelikalen Partnerorganisation Jitokeze Wamama Wafrika bei der United Nations Environment Assembly im März 2019 in Nairobi/Kenia.
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In Anerkennung der Notwendigkeit, die Bemühungen von evangelikalen Gemeinden, Werken und individuellen Evangelikalen für die Bewahrung der Schöpfung weltweit zu stärken, hat die Weltweite Evangelische Allianz (WEA) den World Evangelical Alliance Sustainability Center (WEASC) in der strategisch wichtigen deutschen UN-Stadt Bonn gegründet. In enger Zusammenarbeit mit der Creation Care Task Force (CCTF) der WEA befasst sich der WEASC künftig mit Nachhaltigkeitsthemen aus christlicher Perspektive, bringt evangelikale Positionen und Empfehlungen in globale Debatten und politische Prozesse ein und befähigt evangelikale Christen, eine Führungsrolle in Nachhaltigkeitsbemühungen von der lokalen bis globalen Ebene zu übernehmen.

"Wir sind fest davon überzeugt, dass das Bewahren von Gottes Schöpfung Teil eines authentischen und biblisch orthodoxen christlichen Glaubens ist", sagt Bischof Efraim Tendero, Generalsekretär der World Evangelical Alliance (WEA). „Durch Inspiration und Befähigung, durch das Entwickeln von umsetzbaren Ideen und durch praktische Unterstützung wird der WEA Sustainability Center sowohl einzelne Christen als auch Gemeinden in allen Teilen der Welt dazu motivieren, Gottes Schöpfung proaktiv und treu zu bewahren, einen positiven Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten und konstruktive Beiträge von evangelikaler Seite für die internationale Umweltpolitik zu entwickeln. “

Der WEASC wird von Matthias Böhning (Direktor, Bonn) und Dr. Chris Elisara (stellvertretender Direktor, San Diego) gemeinsam geleitet. Dr. Elisara leitet die CCTF der WEA und stellt dem WEASC seine umfassende Expertise sowie das globale Netzwerk der CCTF zur Verfügung. Matthias Böhning ist gleichzeitig der Ständige Vertreter der WEA bei den Vereinten Nationen in Bonn und leitet das neu gegründete Repräsentationsbüro der WEA direkt gegenüber des UN-Campus in Bonn.

Das übergeordnete Ziel des WEASC ist es, Kirchen und Gemeinden auf der ganzen Welt zu befähigen, Schöpfungsbewahrung täglich umzusetzen, wodurch auf evangelikaler Seite eine starke, legitime und einheitliche Stimme für globale Nachhaltigkeit entsteht. „Unser „Wozu“ ist, die globale evangelikale Gemeinschaft dabei zu unterstützen, treue und effektive Verwalter von Gottes guter Schöpfung zu werden“, betont Matthias Böhning, „während unsere Bemühungen und täglichen Aktivitäten von einer sehr einfachen Vision geleitet werden – abgekürzt mit „4C“: Churches Championing Creation Care (ins Deutsche übersetzt etwa „Kirchen, die meisterhaft für Schöpfungsbewahrung eintreten“).”

Seit 2012 arbeitet die WEA intensiv an Umweltthemen über ihren Arbeitsbereich CCTF, der im Jahr 2016 mit der Lausanne-Bewegung eine Partnerschaft bildete und das Lausanne / Creation Care Network (LWCCN) gründete. Dr. Elisara begrüßt die Einrichtung des WEASC als "einen monumentalen Schritt nach vorne für die Arbeit der WEA im Bereich Schöpfungsbewahrung, da wir gemeinsam das Wissen, die theologischen Erkenntnisse und Initiativen von CCTF, LWCCN und unseren anderen Partnern umsetzen werden." Zu den vorrangigen Themen, mit denen sich der WEASC beschäftigen wird, gehören das Einbringen in globale politische Entscheidungsprozesse, Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel sowie das Thema „Nachhaltige Städte“.