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Die Fastenaktion 2019 steht unter dem Motto: "Mal ehrlich! Sieben Wochen ohne Lügen".
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Mit dem Aschermittwoch beginnt für Christen die vorösterliche Bußzeit, auch Fastenzeit genannt. Die 40-tägige Fastenzeit, die an Jesu 40 Tage in der Wüste erinnert, beginnt am Achermittwoch, den 06. März und dauert bis Karsamstag, den 20. April 2019. Die Sonntage sind bei der Zählung der Tage ausgenommen, weil jeder Sonntag ein kleines Osterfest ist, an dem nicht gefastet werden soll. Während dieser Zeit bereiten sich Christen auf Ostern vor, das Fest der Auferstehung Jesu Christi.

Gefastet wird traditionell durch den Verzicht auf Nahrung, heutzutage wird Fasten aber auch durch den Verzicht anderer Konsumgüter praktiziert. Darunter fallen zum Beispiel Zigaretten, das Smartphone oder soziale Medien. Wichtig ist der bewusste Verzicht, denn die Fastenzeit soll eine Phase der Reinigung sowohl für den Körper als auch für die Seele sein.

 „7 Wochen ohne“-Fastenaktion der Evangelischen Kirche

Martin Luther verstand das Fasten als individuelle Frömmigkeitsübung, die nicht allen Gläubigen gleichermaßen empfohlen oder gar verordnet werden könne, erklärt die Katholische Kirche Österreich online.

Seit mehr als 30 Jahren lädt die Evangelische Kirche jedoch mit ihrer Aktion „7 Wochen Ohne“ dazu ein, die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern bewusst zu erleben und zu gestalten. Es geht dabei laut offizieller Webseite nicht nur um einen Verzicht auf Schokolade oder Nikotin, sondern um ein Fasten im Kopf: Man soll sieben Wochen lang die Routine des Alltags hinterfragen, eine neue Perspektive einnehmen und entdecken, worauf es ankommt im Leben.

Die Fastenaktion 2019 steht unter dem Motto: "Mal ehrlich! Sieben Wochen ohne Lügen". Geschäftsführer der Aktion Arnd Brummer lädt ein, über Wahrhaftigkeit nachzudenken und darüber, wann man für die Wahrheit streiten muss:

„In den sieben Wochen bis Ostern können wir vielleicht auch Gottes Wahrheit näherkommen – und dabei auch uns selbst.“

Katholische Kirche: Aschenkreuz

Streng gläubige Christen der katholischen Kirche verzichten während der Fastenzeit auf Fleisch, Alkohol, Süßigkeiten, Rauchen oder auch andere Genüsse. Den Beginn der Fastenzeit markiert das Aschenkreuz, das den Gläubigen am Aschermittwoch auf die Stirn gezeichnet wird, erklärt katholisch.at. Beim Auflegen der Asche wird oft ein Wort aus dem Buch Genesis verwendet: „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehrst.“ Die Bestreuung mit Asche ist im Alten Testament ein Zeichen der Buße und Umkehr.

Professor Reinhard Knittel erklärt in einem Interview mit kath.net: „So brechen wir mit dem Aschenkreuz auf, um durch Umkehr und Buße unser Leben neu auf Gott hin zu ordnen, vor allem durch Fasten, Gebet, Teilen und andere Bußwerke.“ Themen des Fastens könnten zum Beispiel die Konsumsucht oder die Internetsucht sein. Das regelmäßige persönlichen Gebet und der Gottesdienst könnten laut Knittel eine Herausforderung für Umkehr sein.

SMS vom Papst

Ab Aschermittwoch bietet die katholische Kirche in Österreich während der Fastenzeit erneut eine SMS-Aktion mit Papstgedanken an, berichtet kathpress. An den 40 Tagen der Fastenzeit erhalten Interessierte kostenlos eine SMS mit Zitaten von Papst Franziskus. Anmelden kann man sich dazu ab heute durch eine SMS mit dem Kennwort PAPST an die Telefonnummer 0664/6606651.

"Die tägliche Impulse des Papstes machen die Mitte des christlichen Glaubens an einen barmherzigen Gott deutlich und motivieren gleichzeitig zu einem positiven christlichen Leben", so der Medienreferent der Bischofskonferenz Paul Wuthe, über das Ziel der Aktion.

Autofasten

Auch heuer wieder gibt es in Österreich die Aktion „Autofasten“. Die Initiative dazu ging 2005 von katholischer und evangelischer Kirche in der Steiermark aus, mit dem Ziel, sich selbst und der Umwelt etwas Gutes zu tun, berichtet ERF Medien Österreich.