Nacht der 1000 Lichter - Trailer
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In 226 Pfarren und kirchlichen Orten in ganz Österreich und Südtirol stimmen sich am 31. Oktober Jugendliche und junge Erwachsene mit der "Nacht der 1.000 Lichter" auf Allerheiligen ein. Die Aktion findet damit an deutlich mehr Orten als im Vorjahr statt. Erstmals soll es in jeder Erzdiözese und Diözese ein Projekt zur "Nacht der 1.000 Lichter" geben. Die Motivation, diese Nacht wieder zu "ihrer Nacht" zu machen, sei bei den Beteiligten groß, hieß es auf Kathpress-Anfrage bei den Verantwortlichen der Katholischen Jugend (KJ) in Innsbruck, Linz und Salzburg.

"Jugendliche verwandeln Kirchen oder Kapellen mit unzähligen Kerzen zu Orten, die zum Staunen, Ruhig werden, Besinnen, Beten und Einstimmen auf das Allerheiligen-Fest einladen." So beschrieb der Leiter der KJ der Diözese Innsbruck, Roman Sillaber, die Veranstaltung. Junge Menschen haben die Möglichkeit, "Themen, die sie berühren, aktiv in die Gestaltung einzubringen".

Grundidee der "Nacht der 1.000 Lichter" sei, das "Heilige" zu entdecken. Zu Allerheiligen werde nicht nur der offiziell Heiliggesprochenen gedacht, sondern aller Menschen, die ein "heiliges" Leben führen: "Alltags-Heilige" lassen etwas von der Gegenwart Gottes spüren. "Es gibt in jedem Menschen das Heilige, auch wenn es oft unerkannt oder unbeachtet bleibt", betonte Sillaber.

Teresa Mayr, Referentin für Jugendspiritualität der KJ OÖ, verwies auf den offen gestaltbaren Abend: Es gebe keinen fixen Programm-Ablauf für eine "Nacht der 1.000 Lichter". Menschen dürfen während der festgelegten Zeit jederzeit kommen und gehen. Die Raumatmosphäre sei vor Ort von den Verantwortlichen gestaltbar: "Lichter können in Form von Bildern, Schriftzügen oder Lichterwegen aufgestellt werden. Oft gibt es dazu erklärende Hinweise, Nachdenk-Impulse oder leise Musik." Zudem könne man online auf der Projektwebseite eine Kerze "anzuzünden". "Auf diese Weise kann man Gott Danke sagen, für das, was heil ist im Leben, um Heilung bitten, für sich und andere und sich so mit tausenden Menschen in Österreich und Südtirol verbinden", erklärte Mayr. In Oberösterreich nehmen heuer mehr als 30 Pfarren teil. "Es lohnt sich, vorbeizuschauen, um Kirchen in einem besonderen, stimmungsvollen Licht zu erleben."

Für Elisabeth Huber-Walch ist das Besondere an der "Nacht der 1.000 Lichter", "dass sie für alle Altersgruppen geeignet ist". Die Stimmung und die Atmosphäre seien einzigartig, besinnlich, meditativ, der Kerzenschein ist "unbeschreiblich und warm. Alle fünf Sinne kommen bei der Veranstaltung auf ihre Kosten" mit Kerzen, Weihrauch und Musik. Die Themen reichen von Mittendrin, die Pfarrgemeinderats-Wahlen aufnehmend, oder Vater unser, bis zum Weg der Barmherzigkeit. Weihwasserfläschchen und Weihrauchsäckchen werden von vielen Pfarren zur Mitnahme angeboten. So könne diese Nacht nachwirken und Erinnerungen an diese schöne, besinnliche Zeit werden später wieder erweckt.

Die Diözesanmoderatorin der Erzdiözese Salzburg zeigte sich vom Konzept begeistert: Von Anfang an sind Jugendliche in Organisation und Themenauswahl involviert. "Sie haben die Verantwortung, sind mit Feuereifer und Feiereifer mit dabei, weil es ihre Nacht ist." Es sei ein "unglaublich gefühlvolles Fest", das Selbstbewusstsein und Gemeinschaftsgefühl stärkt. Den Jugendlichen werde gezeigt: Sie sind in der Pfarre willkommen und ausdrücklich erwünscht. In der aktuellen Situation, wo viele Menschen eine schwere Zeit erleben, krank oder einsam sind, könne die "Nacht der 1.000 Lichter" eine besondere Stellung einnehmen. Die Erzdiözese Salzburg ist seit 2000 beteiligt, heuer mit 42 Pfarren. Neu dabei sind 2022 etwa die Benediktinerabtei Michaelbeuern und die Pfarre Leopoldskron-Moos.

Die "Nacht der 1.000 Lichter" ist ein Projekt der Katholischen Jugend der Diözese Innsbruck und weiterer Erzdiözesen und Diözesen Österreichs. Das erfolgreiche Projekt wurde 2005 tirolweit erstmals mit 14 Veranstaltungen durchgeführt und ist seitdem kontinuierlich gewachsen.