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Neues Digitalangebot verspricht "barocken Sinnesrausch online".
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<p>"Barocker Sinnesrausch online": Mit einer neuen virtuellen Kirchentour durch die Wiener Jesuitenkirche wollen die Jesuiten "aus der Corona-Not eine Tugend machen". Der gesamte Kirchenraum der kulturhistorisch bedeutsamen Wiener Innenstadtkirche wurde digitalisiert und steht Besucher nun jederzeit zur Besichtigung im Internet zur Verfügung. Das Gotteshaus der Ordensgemeinschaft zählt zu den schönsten Barockkirchen Österreichs und wurde vor der Pandemie von vielen Gästen aus dem In- und Ausland bestaunt, wie die Jesuiten in einer Aussendung hinwiesen.

Die Jesuitenkirche ist Teil der Jesuitenkommunität am Standort Wien I., Dr.-Ignaz-Seipel-Platz, mit derzeit zwölf Ordensmitgliedern. "Kunst und Kultur sind wesentliche Elemente, um Glauben zu vermitteln", erklärte Kirchenrektor P. Peter Fritzer zum neuen Digitalangebot. "Durch moderne 3D-Digitalisierung bringen wir unsere einzigartige Kirche völlig zeit- und ortsunabhängig zu vielen Menschen."

Die Kirche trägt die Handschrift eines berühmten Angehörigen des Jesuitenordens, des italienischen Malers und Bildhauers Andrea Pozzo. Dieser wurde 1703 von Kaiser Leopold I. mit der Umgestaltung des gesamten Gotteshauses beauftragt. Pozzo sorgte mit zwei Türmen für das heutige Erscheinungsbild der Fassade, spektakulär sind die perspektivisch-illusionistischen Malereien im Inneren - besonders die "Augen täuschende" (Trompe-l'il) Scheinkuppel an der Decke.

Kurze Beschreibungen geben in mehreren Sprachen einen Einblick in die beeindruckenden und illusionistischen Fresken des Langhausgewölbes. Dank der modernen Technik seien "Ausblicke möglich, die realen Kirchenbesuchern in der Regel verwehrt bleiben: von der Kanzel oder der Orgelempore beispielsweise", wiesen die Jesuiten hin.

Die virtuelle Kirchentour ist unter https://jesuitenkirche-wien.at/kirchentour/ kostenlos abrufbar - mit Möglichkeit zur Online-Spende. Mit einer Virtual-Reality-Brille wird der Kunstgenuss noch realistischer erlebbar: "Der User bekommt das Gefühl, direkt in der Kirche zu stehen", hieß es.