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<p>Im Heiligen Land Tirol und insbesondere in der Landeshauptstadt Innsbruck wird zurzeit die Erotik Messe durch zahlreiche Plakate mit der Aufschrift "Der Teufel zu Besuch" beworben. Zahlreiche Beschwerden ginge zwischenzeitlich u.a. bei den Vertriebspartner oeticket, Innsbruck Info, IVB Kundencenter, Media Markt, Christophorus Reisen, Raiffeisenbanken, Sparkassen und den Volksbanken ein.

Oeticket weist auf eine schriftliche Anfrage jegliche Verantwortung von sich:

"Aufgrund der Menge der von uns vertriebenen Veranstaltungen ist es  gar nicht möglich, Inhalte von Webseiten, Plakaten usw. zu prüfen. Es ist die Aufgabe von Behörden, die verschiedenen Veranstaltungen zu genehmigen. Wir stellen den unterschiedlichsten Veranstaltern ein Vertriebssystem zur Verfügung um Ihren Kartenverkauf zu organisieren und haben keinerlei Einfluss auf Inhalte der Veranstaltungen und deren Werbemittel."

Mediamarkt Österreich nahm zwischenzeitlich auf der Facebook-Seite von Glaubensimpulse wie folgt Stellung:

"Hallo! Im Rahmen unserer langjährigen Partnerschaft mit Ö-Ticket, sind wir verpflichtet, Karten für eine Vielzahl von Ö-Ticket-Veranstaltungen zu verkaufen. Wir distanzieren uns ganz klar von jeglicher Art sexistischer oder gar rechtswidriger Inhalte und Praktiken. Wir haben außerdem umgehend mit Ö-Ticket und den Veranstaltern der Messe Kontakt aufgenommen, um die künftige Einbindung von MediaMarkt in Werbemaßnahmen des Veranstalters zu unterbinden."

Ebenfalls auf politischer Ebene gingen zahlreiche Beschwerden durch die Bevölkerung ein. Hierzu zählt u.a. folgender offener Brief an Innsbrucks Bürgermeisterin Oppitz-Plörer durch die Pastoren Markus Marosch (Vorsitzender) und Heiko Barthelmeß (Stellvertreter) der Initiative "Innsbruck - Stadt der Hoffnung".

Sehr geehrte Frau Oppitz-Plörer!

Wenn man durch Innsbruck geht, fallen einem an jeder Ecke Plakate auf, die für die Erotik Messe werben. Sieht man sich diese Plakate aber genauer an, dann hat das mit Erotik gar nichts mehr zu tun, sondern mit Hardcore Porno. Da wird unter anderem geworben, dass man seinen eigenen Porno drehen kann. Einmal von Live- Sex-Shows und Sado-Maso-Shows abgesehen, die man dort filmen kann und dann womöglich noch auf Facebook postet, damit das auch wirklich alle mitbekommen – bis hin zu unseren Kindern und Jugendlichen.

Darf man in unserem Land wirklich öffentlich einladen selber einen Pornofilm zu drehen? Ist das denn nicht mehr sittenwidrig? Darf man solche Dinge öffentlich plakatieren – womöglich noch mit Subventionsgeldern? Wie kann jemand seinen Kindern, die das lesen, erklären was da läuft?

Der Text auf der angegebenen Website www.sexcity.at ist dann völlig haarsträubend. Ich zitiere:

„Die 7 Todsünden - Erotikmesse 2017 in Innsbruck wird teuflisch und höllisch. Der Teufel leitet höchstpersönlich die Spiele und dirigiert die Völlerei der Erotik. Alle Sünden können hier ausgelebt und bestaunt werden. Auf den Bühnen wird die Wollust auf jede erdenkliche Art und Weise befriedigt. Nicht nur stolze Penisse werden voller Gier befriedigt, sondern auch die schwärzesten Seelen können sich vom Saft des Bösen verleiten lassen. Eifersucht und Rachsucht haben hier nur Feiglinge. Einmalig und Unvergesslich treibt der Satan die Sünde in die Stadt und lässt alles zu. Nur die Feigen kommen nicht."

Als Bürgermeisterin von Innsbruck werden Sie wahrscheinlich auch nicht glücklich sein, wenn in Ihrer Stadt öffentlich zu sexueller Perversion aufgerufen wird und die übelsten Dinge auf einer Bühne zu sehen und zu filmen sind. Wo der „Satan die Sünde in unsere Stadt treibt“, etc. Als Pastoren ist es uns wichtig, dass Werte wie Familie, Rücksichtnahme, Selbstbeherrschung, Nächstenliebe, etc. in unserem Land gestärkt werden – speziell in einer Gesellschaft die immer ichzentrierter und ausschweifender wird. Dazu brauchen wir aber auch die Unterstützung der Politik.

Als Kirchen sind wir auch sehr um die Integration von Flüchtlingen bemüht und wir finden es kontraproduktiv, wenn durch solche Plakate und Veranstaltungen Flüchtlinge den Eindruck gewinnen, dass dies die Moralvorstellungen eines „christlichen“ Landes sind. Die Karten werden ja durch öffentliche Stellen wie „Innsbruck Info“ und IVB Kundencenter vertrieben.

Als Pastoren nehmen wir mit Schrecken war, dass es immer mehr Berichte in den Zeitungen gibt über sexuelle Übergriffe, sowie versuchte und ausgeübte Vergewaltigungen IN UNSERER Stadt. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen klar den Zusammenhang auf, zwischen harter Pornographie und steigenden Vergewaltigungszahlen und wir glauben, dass wir da gegensteuern sollten, statt das zu fördern. Uns ist die Sicherheit der Frauen, der Schutz unserer Kinder und Jugendlichen und ein gutes Miteinander der Kulturen in unserer Stadt sehr wichtig und wir glauben, dass dies auch ein Anliegen der Politik ist.

Als christliche Religionsgesellschaft fühlen wir uns auch diskriminiert und herabgewürdigt, wenn auf solchen Plakaten blasphemische Symbole verwendet werden, wie z. B. dass das „T“ in den Worten Erotik und Todsünden klar als Kreuz dargestellt wird. Wir können nur davon ausgehen, dass dies eine absichtliche Provokation ist, die den christlichen Glauben verunglimpflichen soll. Das verletzt all jene Personen, die wir in unseren freikirchlichen Gemeinden vertreten und das sind zumindest an die 1.000 Menschen in Innsbruck und Umgebung. Das Plakat haben wir Ihnen angehängt.

Daher bitten wir Sie um ihre Stellungnahme und dass Sie sich dafür einsetzen, damit solche Veranstaltungen in unserer Stadt nicht mehr öffentlich beworben werden dürfen, oder am allerbesten ganz untersagt werden.

Für Gespräche stehen wir gerne zur Verfügung
Mit lieben Grüßen für „Innsbruck Stadt der Hoffnung“ und die „Freikirchen in Österreich“!