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Über die Aufgaben des evangelischen Religionsunterrichts haben sich 18 österreichische ReligionspädagogInnen und Oberkirchenrat Karl Schiefermair mit ihren pfälzischen KollegInnen ausgetauscht.
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Über die Situation des evangelischen Religionsunterrichts in Österreich und der Pfalz haben sich in Speyer 18 evangelische ReligionspädagogInnen aus Österreich und VertreterInnen der Evangelischen Kirche der Pfalz ausgetauscht. Unter ihnen waren auch Oberkirchenrat Karl Schiefermair, die pfälzische Bildungsdezernentin Dorothee Wüst, Ökumenedezernent Manfred Sutter und der Leiter des Amtes für Religionsunterricht, Thomas Niederberger.

„Unsere Religionspädagogen vermitteln Bildung in extremer Diaspora und unter schwierigen Rahmenbedingungen“, sagte Oberkirchenrat Schiefermair anlässlich des Besuches am Montag, 29. April, wie die pfälzische Landeskirche in einer Aussendung mitteilte. Diese Arbeit werde von Politik und Gesellschaft „nicht immer entsprechend wahrgenommen und wertgeschätzt“. Etliche evangelische Religionspädagogen und -pädagoginnen müssten an über 20 Schulen, manche sogar an über 50 Schulen unterrichten, schilderten die Gäste aus Österreich. „In vielen Dorf- und Bergschulen gibt es nur wenige evangelische Kinder und Jugendliche. Daher ist es eine wichtige Aufgabe, sie in ihren Glauben einzuführen und sie darin zu festigen“, unterstrich Oberkirchenrat Schiefermair.

Durch den Kontakt mit den Religionspädagogen werde bewusst, „was Diaspora eigentlich bedeutet“, sagte Michael Landgraf, der Leiter des Religionspädagogischen Zentrums im deutschen Neustadt. Landgraf, der den Besuch initiiert hatte, führt regelmäßig Lehrerfortbildungen in Österreich durch. 2018 war dem Pfarrer anlässlich des Reformationsempfangs in Wien das österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst verliehen worden.

Im Rahmen der Begegnung hatte die österreichische Delegation am Gustav-Adolf-Zweiggruppenfest in Neustadt teilgenommen. Die Predigt im Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche hielt Oberkirchenrat Schiefermair. Zum weiteren Besuchsprogramm zählen außerdem Informationen vor Ort zu den Themen „Protestation“ (Speyer); Ursinus und Heidelberger Katechismus (Neustadt) und Luther (Worms). Gefördert wird die Begegnungsreise vom Gustav-Adolf-Werk Pfalz und vom Amt für Religionsunterricht der Evangelischen Kirche der Pfalz.