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Der chinesische Präsident Xi Jinping schränkt die Religionsfreiheit der Christen stark ein.
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Im Dezember 2018 hatten Beamte des Sicherheitsbüros 160 Christen, den Pastor Wahng-Yee und seine Frau verhaftet und die Kirche „Early Rain Covenant Church“, zu Deutsch „Frühregen Kirche“ geschlossen. Die Anklage besagt, sie hätten die Staatsmacht untergraben und Auseinandersetzungen provoziert. Anfang März 2019 wurden nun erneut 44 Gemeindemitglieder, darunter elf Kinder, in der Stadt Chengdu verhaftet, berichtet CBN News.  

Die „Early Rain Covenant Church“ hat eine eigene Facebookseite für Gebetsanliegen eingerichtet. Auf der Seite „Pray for Early Rain Covenant Church“, zu Deutsch „Bete für die Frühregen Kirche“, veröffentlichen die Gemeindemitglieder neue Ereignisse. Am 02. März wird berichtet, dass 44 Mitglieder, darunter elf Kinder, das Jüngste keine zwei Monate alt, verhaftet wurden. Dem Ehepaar Chunliang wurde ins Gesicht geschlagen und die meisten, auch die Kinder, bekamen nichts zu essen. Manche wurden die ganze Nacht inhaftiert, 11 befinden sich noch immer in polizeilichem Gewahrsam.

Schwester Ying und Bruder Liu wurden um neun Uhr in der Früh verhaftet und in der Polizeistation „Taisheng Road“ verhört. Am Nachmittag griffen die Polizeibeamten zu härteren Mitteln. Das Ehepaar wurde gedemütigt, missbraucht und von sieben bis acht Polizeibeamten heftig geschlagen. Insgesamt wurden sie über acht Stunden inhaftiert.

Jene Gemeindemitglieder, die nicht verhaftet wurden, werden von der Polizei und Sicherheitsbeamten in ihren Häusern belästigt. Viele stehen unter Hausarrest und die Polizei kontrolliert ihre Eingangstüren. Bei Einkäufen verfolgen sechs oder sieben Beamte die Christen.

Chinas Regierung und die Religionsfreiheit

Etwa 60 Millionen Christen leben in China, die meisten von ihnen sind Teil einer Untergrund-Hauskirche. Da, wie GLAUBE.at berichtet hat, der Präsident Xi Jinping mit anderen Regierungsbeamten die Religionsfreiheit der Christen stark einschränkt. Anfang 2018 trat eine neue Religionsverordnung in Kraft, so kontrolliert die Staatsmacht Neugründungen von Kirchen, darf alle Kirchen insgesamt überwachen und limitiert Predigtthemen. Die Regierung hat einen 5-Jahres-Plan, um Christen die sozialistischen Werte näherzubringen. Sie sollen auch buddhistische und Lehren des Konfuzius annehmen.

Um dieser Überwachung und Kontrolle zu entgehen, treffen sich viele Christen heimlich in sogenannten Hausgemeinden. Die Regierung reagierte auf diese Entwicklung: Kirchengebäude wurden angezündet, Grundstücke konfisziert, hunderte Christen inhaftiert und Bibeln beschlagnahmt. Auch der Zugang zu Bibeln online wurde gesperrt und christliche Logos mit den Bildern von Mao Zedong und Xi ersetzt. Open Doors listet China auf Rang 27 des Weltverfolgungsindex, im Vorjahr 2018 lag das bevölkerungsreichste Land noch auf Platz 43.

Ehemaliger US-amerikanischer Präsidentschaftskandidat Gary Bauer glaubt, dass das kommunistische Regime Angst vor den Christen hat, berichtet CBN News. Die Moralvorstellungen der Christen fordern die Autorität und Führung des Regimes heraus. Seit Xi Jinping Präsident ist, gehe er härter mit Christen um, um sie mundtot zu machen und einzuschüchtern. „Peking ist nicht dumm. Die wissen, dass die größte Gefahr für ihren Machterhalt, eine Botschaft ist, die die leeren Versprechungen des Kommunismus offenbart. Christen predigen Frieden und dass jeder Mensch Wert und Würde in sich trägt. Kommunismus will totalitäre Kontrolle und fordert absoluten Gehorsam, da ist kein Platz mehr für Gott“, meint Bauer.