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Marsch für das Leben fordert bei Österreichweiten Demonstrationen mehr Hilfen für Schwangere.
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Die Würde eines Menschen hängt nach den Worten des Linzer Bischofs Manfred Scheuer nicht von dessen Erfolg oder von seiner Nationalität ab. "Es liegt nicht in unserer Verfügung zu sagen: Du bist lebenswürdig, du bist es nicht. Das Leben eines Kindes ist nicht ein verfügbares Produkt", sagte Scheuer bei einem Gottesdienst in der Karmelitenkirche zum Start vom "Marsch für das Leben", mit dem Jugendliche am Wochenende in Linz gegen Abtreibung und für mehr Hilfen für Schwangere in Not demonstrierten.

Die Kundgebung in Linz wurde von mehreren christlichen Kirchen unterstützt, darunter die katholische Kirche, die evangelisch-lutherische Kirche sowie mehrere Frei- und Landeskirchen. Da bei Abtreibung menschliches Lebens ausgelöscht werde, "geht Abtreibung uns alle an", mahnte der evangelische Jugendreferent Thomas Carlsson. Myroslava Mashkarynets vom Verein "Jugend für das Leben" betonte, dass Frauen oft unter Druck und durch fehlende Information und Hilfe in die Abtreibung gedrängt würden. Dieses "Tabu" gelte es zu brechen, zudem bräuchten Frauen im Schwangerschaftskonflikt gesetzlichen Schutz und Unterstützung.

Für dasselbe Anliegen waren bereits in der Vorwoche in Graz und Innsbruck mehrere hundert Personen auf die Straßen gegangen, sowie auch in Salzburg, wo sich vergangenen Freitag trotz Regenwetters die Weihbischöfe Hansjörg Hofer und Andreas Laun sowie über hundert Personen beteiligten. Auch hier war ein gemeinsamer Gottesdienst - in der Franziskanerkirche - der Ausgangspunkt. Inhaltlich wurde dabei besonders die in Österreich bis zur Geburt erlaubte Abtreibung möglicherweise behinderter Kinder kritisiert. Die neue Regierung solle die sogenannte "eugenische Indikation" - die u.a. Behinderte massiv diskriminiere - streichen, lautete der Appell.

Weitere Auflagen vom "Marsch für das Leben" veranstaltet "Jugend für das Leben" in den kommenden Tagen in Klagenfurt (11. November), Dornbirn (18. November) und Wien (25. November). Die Veranstalter setzen sich für das Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod ein. Der Verein wurde 1996 gegründet und 1997 von der Österreichischen Bischofskonferenz anerkannt.