Von der Schriftenmission zur digitalen Arena – Heukelbach baut ein Missionszuhause für die Zukunft.
Ein Bauzeichen des Glaubens
Im Bergneustädter Ortsteil Wiedenest begann die Stiftung Missionswerk Werner Heukelbach mit dem ersten Spatenstich für ihre neue Zentrale. Unter dem Motto „Wir bauen auf Hoffnung“ versammelten sich Mitarbeitende, Unterstützer und lokale Vertreter, um den Neubeginn zu feiern. Stiftungsvorstand Bernd-Udo Flick betonte, der Neubau sei ein mutiger Schritt in die Zukunft: Er schaffe den Raum, um das Werk weiter wachsen zu lassen und die evangelistische Botschaft zeitgemäß zu verbreiten.
Von der Schrift zur digitalen Plattform
Die neue Zentrale folgt dem Auftrag, Menschen mit dem Evangelium zu erreichen – damals wie heute mittelbar durch Worte, heute vor allem auch durch audiovisuelle Medien. Während Werner Heukelbach vor rund 90 Jahren mit handgeschriebenen Flugblättern begann, setzt man heute auf Radio, Streaming, Podcasts und Video. Diese Entwicklung nimmt Gestalt an mit einem Missionszuhause, das Videostudio, Audioaufnahmen und moderne Kreativräume bereitstellt, um Botschaften hörbar, sichtbar und einprägsam zu gestalten.
Ein zeitgemäßes Medienzentrum war lange geplant: Bereits 2023 entstand durch Zusammenarbeit mit der Stadt Bergneustadt ein vorhabenbezogener Bebauungsplan. Seit Herbst 2024 wurde das alte Druckereigebäude rückgebaut. Im Februar 2025 war der Abriss mitsamt Bodenplatte abgeschlossen, der Tiefbau ist bereits im Gang – und nun folgte der sichtbare Beginn des Neubaus. Auch das Gerüst stand bereits, ein Strommast musste verlegt werden, um Platz für den Neubau zu schaffen.
Raum für Gemeinschaft und Kreativität
Mehr als nur ein Bürogebäude soll entstehen: Geplant sind großzügige Teambüros, Besprechungsräume und eine offene Cafeteria. Diese Orte sollen nicht nur kreative Prozesse anregen, sondern auch Begegnung fördern – Mitarbeitende ebenso wie Gäste und Besucher. In Bergneustadt soll ein Ort entstehen, an dem Mission praktisch erlebbar wird: durch Zusammenarbeit, gemeinsames Gebet und Austausch.
Bürgermeister Matthias Thul würdigte bei der Feier das sichtbare Wachstum des Missionswerks: „Ich finde es beeindruckend, wie sich das Missionswerk entwickelt hat – von den bescheidenen Anfängen bis hin zu einem weltweiten Tätigkeitsfeld.“ Der Neubau stärke diese Präsenz vor Ort und ermögliche neuesten Ansprüchen der Kommunikation gerecht zu werden.
Ein Glaubensschritt in unsicheren Zeiten
Dass dieses Projekt spendenfinanziert ist, gibt ihm eine zusätzliche Dimension: Es ist ein Vertrauensbeweis in Gottes Versorgung und in die Anteilnahme von Freunden, die sich beteiligen. Das Missionswerk ruft deshalb dazu auf, diese Arbeit im Gebet zu begleiten – für einen sicheren, unfallfreien Bau, Einhaltung des Bauplans und herzöffnende Begegnungen mit Arbeitern und Anwohnern.
Mit dem Grundstein ist nun der sichtbare Baustein für ein neues Missionskapitel gelegt: ein Ort, der Bewährtes aufnehmen und Neue erschließen will – mit Jesus im Zentrum, mit Medien als Werkzeug, mit Gemeinschaft als Kraftquelle.