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Die Arbeit in der Bäckerei in Korogocho eröffnet Jugendlichen im Slum berufliche Perspektiven.
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Die „Bäckerei der Engel“ im kenianischen Korogocho steht im Mittelpunkt der diesjährigen Adventkampagne von „Brot für die Welt“. In der seit 2015 betriebenen Bäckerei werden Jugendliche in einer zweijährigen Lehrphase zu diplomierten Bäckerinnen und Bäckern ausgebildet. „Bislang haben rund 40 junge Frauen und Männer die Lehre durchlaufen“, erklärt Heike Ehlers von „Brot für die Welt“. Das Geschlechterverhältnis sei ausgeglichen, auch einige alleinerziehende Mütter seien unter den Auszubildenden.

Für die tägliche Arbeit erhalten alle Lehrlinge die nötige Ausrüstung wie Backformen, Schüsseln und Thermometer. Nach Abschluss der Lehre gehen diese Utensilien als Starthilfe ins Eigentum der Jugendlichen über. Neben dem hausinternen Backshop wurden bereits  vier weitere kleine Brotläden im Slum eröffnet sowie zwei fahrende Brothändler angestellt. Jetzt wird auch der Verkauf am Brot-Wochenmarkt forciert. Ziel der gemeinsam mit Projektpartner „Hope for Future“ betriebenen Initiative ist es, dass junge Menschen nach ihrer Ausbildung eine Anstellung finden oder mit einer eigenen Bäckerei Geld verdienen.

Korogocho ist einer der größten Slums der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Hier leben bis zu 200.000 Menschen auf einer Fläche von etwa eineinhalb Quadratkilometern – das entspricht rund der Hälfte der Wiener Innenstadt. Die Armut ist groß, es existiert kein zentrales Wasser- und Kanalisationssystem.

„Brot für die Welt“ ist die entwicklungspolitische Aktion der Evangelischen Kirchen A.B. und H.B. – eine Kooperation der Evangelischen Frauenarbeit und der Diakonie Austria.