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<p>Vor 44 Jahren wurde in Österreich die Fristenregelung eingeführt. Wie viele Frauen heute einen Schwangerschaftsabbruch durchführen, ist unbekannt. Die Bürgerinitiative www.fairändern.at fordert nicht nur eine offizielle Statistik und anonyme Motivforschung zu Abbrüchen, sondern auch weitere Maßnahmen, um ein "Willkommensklima für Kinder und Familien in Österreich" zu schaffen. Was ist davon zu halten? Wie kann man schwangere Frauen unterstützen? Oder ist Abtreibung überhaupt kein Problem?

Mag. Petra Plonner, stellvertretende Vorsitzende von fairändern.at und Pastorin in einer Freikirche in der Steiermark, wurde bereits mit 18 Jahren schwanger und hat sich damals überstürzt und alleine für eine Abtreibung entschieden. Nach dem Eingriff litt sie für lange Zeit an einer tiefen Traurigkeit und innerer Leere. Petra Plonner fordert von der Regierung konkrete Verbesserungen für Schwangere, z.B. eine verbesserte Beratung über Alternativen zur Abtreibung und eine obligatorische Bedenkzeit.

Der leitende Oberarzt der Gynäkologie im AKH Wien, Univ. Prof. Dr. Martin Langer sagt aus langjähriger Erfahrung: 'Man muss unterscheiden zwischen Schwangerschaftsabbrüchen, die im Rahmen der 'Fristenlösung', durchgeführt werden dürfen und Schwangerschaftsabbrüchen aus medizinischer Indikation. Letztere werden nach gesicherter Diagnose einer schwerwiegenden kindlichen Fehlbildung oder Chromosomenstörung bis zur 24. Schwangerschaftswoche durchgeführt; danach nur bei fetalen Fehlbildungen, die nicht mit dem Leben vereinbar sind.'

Der Präsident des österreichischen Behindertenrates Herbert Pichler setzt sich dafür ein, die ‚Eugenische Indikation‘ abzuschaffen. Schwangerschaftsabbrüche sollten nicht mehr aufgrund von in der Pränataldiagnose festgestellten schweren Erkrankungen durchgeführt werden.

Hebamme Renate Mitterhuber MSc., Hebamme und Trauerbegleiterin meint, dass Spätabtreibungen für die Frauen/Paare belastend sind. Frau Mitterhuber hat viel Erfahrung in der Begleitung von Frauen/Paaren, nach einer Fehlgeburt oder einem Schwangerschaftsabbruch.

Der Diskussion wird moderiert von Mag. Doris Helmberger von der Wochenzeitung die FURCHE

Zeit: Freitag, 12. Oktober, 19:00
Ort: Novum-Wien-Hauptbahnhof, Karl-Popper-Straße 16, 1100 Wien
Veranstalter: Evangelische Allianz Wien (Tel 0676 / 8969 4452) und die Wochenzeitung die FURCHE