page-header
Bruder Jim auf der Schulbank: „Lebenslanges Lernen bedeutet voneinander und miteinander lernen."
Anzeige
<p>Der Südsudan hat 2011 seine Unabhängigkeit vom Sudan erlangt, befindet sich jedoch nach einem fünfjährigen Bürgerkrieg in einer schweren humanitären Krise. Ende August dieses Jahres wurde von den Bürgerkriegsparteien ein Friedensabkommen unterzeichnet und die Situation wird langsam stabil. Die im Südsudan tätigen Salesianer reagieren, wie schon so oft während der vergangenen 25 Jahre, auf die Herausforderungen im Land: „Unser Ziel ist, jungen Menschen, insbesondere bei ihrer Ausbildung, zu helfen.“

Das berichtete Jim Comino SDB bei seinem Besuch bei der Don Bosco Mission Austria in Wien. Der Salesianerbruder ist seit 1992 als Missionar im Sudan tätig. Er kennt jede Niederlassung und jedes Projekt: „Ich bin für die Finanzierung unserer Hilfsprojekte verantwortlich.“

Der gebürtige Italiener stammt aus der Heimat Don Boscos bei Turin. 1960 wurde er als junger Salesianer nach Korea geschickt. Hier hat er Englisch gelernt und hier hat er 32 Jahre lang mit viel Herzblut die Provinz nach dem Koreakrieg im Süden des geteilten Landes aufgebaut. Als er 1992 gefragt wurde, ob er zunächst für zwei Jahre nach Afrika gehen würde, hat er zugestimmt - und Bruder Jim ist geblieben.
Gemeinsam mit seinen Mitbrüdern organisieren die Salesianer weiterhin Programme in ihren Einrichtungen und bilden Jugendliche aus. Der Südsudan steht seit zwei Jahren am Rande der Hungersnot. Noch 2012 gab es vier Millionen Flüchtlinge in der Wüste nach dem Bürgerkrieg. Ein verstorbener Bischof schrieb an die Politiker des Landes einen Brief, in dem er die Situation mit dem Brudermord von Kain und Abel in der Bibel verglich. Bruder Jim berichtet oft über das Land und seine Not und er bittet um Hilfe.

Neben der humanitären Hilfe bieten die Salesianer Bildungsprojekte wie Schulen und Berufsausbildungszentren. Ein aktuelles Projekt betrifft Flüchtlinge aus dem Südsudan, die im Grenzgebiet von Uganda unterstützt werden.
Bruder Jim wird nicht aufgeben. Er erklärt ganz einfach warum: „Als ich in den Sudan gegangen bin, habe ich auf die Hilfe der Gottesmutter vertraut. Und sie hilft noch immer. Darum bleibe ich und mache mit ihrer Hilfe weiter.“