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Warum ist es wichtig, für verfolgte Christen zu beten? Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene, und an die Misshandelten, weil ihr selbst nicht unverletzlich seid (Hebräer 13,3) ist die unmissverständliche Antwort der Bibel.

„Christen in Verfolgungsgebieten bitten dringend um Gebet, um im Glauben stark zu bleiben“, antwortete Pastor Danjuma aus Nordnigeria auf die Frage, welche Bitten er am meisten von den verfolgten Christen hört.

Gebet lässt sich durch keine Mauer aufhalten, weder in Berlin noch in China. Des Königs Herz ist in der Hand des HERRN wie Wasserbäche, er lenkt es wohin er will (Sprüche 21,1), oft auch gegen seine erklärten bösen Absichten.

Verfolgung kann das Wachstum der Gemeinde Jesu nicht stoppen. „Ein Same ist das Blut der Christen“, schrieb schon der Kirchenvater Tertullian.

In diesem Jahr wollen wir insbesondere für die Christen in China, Nigeria und den von pro-russischen Rebellen besetzten Teilen der Ostukraine beten

China ist ein Musterbeispiel für die wachsende Unterdrückung der Glaubensfreiheit durch ein immer repressiveres Regime. Von November 2017 bis Oktober 2018 wurden dort mehr Christen als in jedem anderen Land inhaftiert: 1.131 gegenüber 134 im Vorjahr. Ausgestattet mit einer seit Maos Zeiten ungekannten Machtfülle versucht Staatschef Xi Jinping die stetig wachsenden christlichen Gemeinschaften zur absoluten Loyalität gegenüber Staat und kommunistischer Partei zu zwingen. Am 1. Februar 2018 traten neue Vorschriften für religiöse Angelegenheiten in Kraft. Zahlreiche Kirchen und christliche Einrichtungen mussten schließen. Gottesdienste werden videoüberwacht, Pastoren in Umerziehungslagern festgehalten. An einer Reihe von Kirchen verbieten Schilder Besuchern unter 18 Jahren den Zutritt.

Im mehrheitlich von Muslimen bewohnten Norden Nigerias schüren Boko Haram und andere  radikale Muslime den Hass auf Christen. Die Gewalt gegen sie kostet viele Menschenleben und Verletzte, viele werden vertrieben. Christen werden enteignet.  Während die Behörden mit einem gewissen Erfolg gegen die Boko Haram vorgehen, ahnden sie in keiner Weise die Überfälle von muslimischen Fulani Hirten auf mehrheitlich von Christen bewohnte Dörfer in Zentralnigeria.

Donbass - Ostukraine:

Pro-russische Rebellen haben in den besetzten Gebieten der Ostukraine die völkerrechtlich nicht anerkannten „Volksrepubliken“ Lugansk und Donezk errichtet. Die dort geltenden Religionsgesetze entsprechen teilweise russischem Recht, erinnern aber auch an die Ära der Sowjetunion. Es kommt zu Razzien, Gemeinschaften müssen sich neu registrieren lassen, doch wird vielen die Registrierung verweigert, Gottesdienststätten wurden beschlagnahmt. Für „illegal“ abgehaltene Gottesdienste werden hohe Geldstrafen oder kurze Haftstrafen verhängt. Unbeachtet von den internationalen Medien kommt es immer wieder zu Kampfhandlungen.

Stellen wir uns an die Seite unserer Geschwister in China, Nigeria und den besetzten Teilen der Ukraine, nicht nur am 10. November.

Ein Arbeitsheft zur Gottesdienstgestaltung und zum persönlichen Gebet mit detaillierten Informationen steht als Download unter www.evangelischeallianz.at zur Verfügung. Die Printversion erhalten Sie kostenlos bei der Österreichischen Evangelischen Allianz, Vogelsangstraße 15c, 5111 Bürmoos, Telefon und Fax: 06274-5350; E-Mail: groetzinger@evangelischeallianz.at.