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Damit Beziehungen gelingen benötigt es einige Tools, meint Axel Kühner.
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Nicht nur im Businessbereich sind Beziehungen ausschlaggebend für den Erfolg. Auch privat brauchen und suchen wir gelingende Beziehungen. Sie bieten uns Halt. In einer Zeit, in der alles schneller und hektischer wird, ist es jedoch oft schwierig eben solche anhaltenden Beziehungen zu bauen und zu festigen. Was sind die wichtigen Tools, die es braucht, echte Beziehungen zu fördern? Und wie können Beziehungen langfristig gelingen? Axel Kühner hat hilfreiche Tipps dazu …

Wenn Beziehungen gelingen, sind sie ein Stück Himmel, wenn sie nicht gelingen, sind sie ein Stück Hölle. Nirgendwo empfinden Menschen so viel Lust, wie miteinander, aber auch nirgendwo so viel Last. Nirgendwo wird so viel Wonne erfahren, wie im Miteinander, aber auch so viel Qual. Nirgendwo wird so viel gelacht, wie wenn Menschen zusammen sind und nirgendwo wird so viel geweint - wenn man sich nicht mehr versteht und einander wehtut, beneidet, verachtet, missgönnt, hasst, oder das Böse wünscht.

Die Beziehung zwischen Menschen ist eines der kostbarsten Güter. Dass es das gibt, Mann und Frau, Eltern und Kinder, Freunde und Nachbarn, Arbeitskollegen, Vereine, Geschwister ist großartig. Aber wir alle wissen, dass auch nichts so schwierig und nichts so kompliziert und nichts so schwerwiegend ist, wie diese Beziehungen so zu gestalten, dass sie auch gelingen. Ich habe immer wieder Menschen gefragt, was sie als das Wichtigste in ihrem Leben ansehen und sie kommen immer wieder darauf zurück: Gelingende Beziehungen sind für die meisten Menschen das Allerwichtigste.

An was hängen Sie die größten Erwartungen, wenn es um ein erfülltes, gültiges richtiges, sinnvolles Leben geht? Jeder erwartet natürlich ein bisschen materielle Werte und mal gut essen und trinken und auch mal verreisen, aber was ist das alles ohne gelingende Beziehungen? Selbst alles andere, was auch schön ist, z. B. reisen, was ist das, wenn man allein ist? Wir stellen einfach fest, Beziehungen sind etwas so Kostbares, etwas so Wesentliches, Elementares, dass wir alles daransetzen müssen, sie richtig zu verstehen und dann auch richtig zu gestalten.

Liebe ist die größte Erwartung. Sie ist ein Traum, eine Vision. Die größte Vision vom Leben ist die Liebe. Aber, was viele nicht wissen, die Liebe ist auch die tiefste Passion. Darüber muss man mal neu nachdenken.  Eine Mutter, die ihr Kind liebt, empfindet ein Wahnsinnsglück. Jeder normal veranlagte Mensch, der einen anderen wirklich liebt, empfindet zumeist nur Freude daran. Nur, in demselben Moment, in dem in diese Beziehung irgendeine Gestalt der Gebrochenheit, der Krankheit, oder eine Verletzung, ein Schicksal oder eine Schuld einbricht, wird aus der Vision eine Passion. In selben Moment, in dem eine Mutter ihr Kind krank werden oder leiden sieht, wird ihre Liebe die Gestalt des Leides annehmen. Sie wird in dem Maße leiden, wie sie liebt. Je mehr sie liebt, desto mehr wird sie leiden. Wenn in eine Ehe von Mann und Frau, die sich wirklich lieben, eine Not einbricht – dann werden sie in dem Maße leiden, wie sie lieben. An der Not und Gebrochenheit des Lebens wird jede Liebe von einer Vision zur Passion. Das muss man wissen.

Gottes Liebe zu uns Menschen ist das Schönste, was es gibt. Die größte Vision, die es überhaupt vom Leben gibt, ist es zu sagen: Gott liebt uns Menschen, so wie wir sind. Gott liebt uns, weil er uns so wunderbar gemacht hat. Gott liebt uns, weil er uns nach seinen Ordnungen gemacht hat, als Mann und Frau und Eltern und Kinder, mit Saat und Ernte auf einer Erde, die Frucht bringt, mit einer Kultur, die wir hegen und pflegen, mit so vielen Möglichkeiten. Was hat Gott für eine Freude daran, dass er seine Menschen liebt, aber in dem Moment, wo sie durch Schuld oder Schicksal in Not geraten und die Gebrochenheit des Lebens erfahren, wird seine Liebe zur Passion.

Jetzt frage ich Sie: Woran messen Sie die Stärke der göttlichen Liebe? An den großen Worten? Nein, an der Tiefe der Passion? Ja. Deshalb lesen wir in der Bibel die Worte: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das Leben haben.“ (Johannes 3,16).