Wir wissen aus den Berichten der Bibel, dass die Jünger Jesu nach dem Tod Jesu zutiefst traurig und niedergeschlagen waren. Das ist verständlich. Schließlich hatten sie ihre ganzen Hoffnungen auf ihn gesetzt – und nun starb er diesen schmählichen Tod am Kreuz. Hinzu kommt, dass Jesus gesagt hatte, dass er sein Reich aufrichten wird. Ein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit. Sollte alles das jetzt nicht mehr gelten?
Doch mitten in diesem Zweifel und all diesen Fragen der Jünger geschieht etwas absolut Außergewöhnliches. Der Bericht im Lukasevangelium, Kapitel 24, schildert uns, dass Jesus den Jüngern mitten in ihren Zweifeln auf dem Weg nach Emmaus begegnete. Er, der Gekreuzigte, war tatsächlich auferstanden, wie es die Frauen berichtet hatten, und stieß plötzlich auf dem Weg nach Emmaus zu ihnen. Zwar erkannten sie ihn zuerst nicht, doch sie erzählten ihm von ihrem Elend und schütteten ihr Herz bei ihm aus.
So wie die Jünger ihr Herz bei dem Auferstandenen ausschütteten, so sollen auch wir zu Jesus kommen und ihm alles sagen, was uns bedrückt oder beschäftigt. Den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus erklärte der auferstandene Jesus die Heilige Schrift des Alten Testamentes, angefangen von Moses und den Propheten, bis zu den Psalmen, sodass ihnen bewusst wurde, was alles vorhergesagt war. So führte Jesus die Jünger auf ihrem Weg nach Emmaus in all diese Geheimnisse ein, sodass sie die Wahrheit erkennen konnten und was über ihn vorausgesagt worden war. Doch erst als Jesus in ihrem Haus einkehrte und während des gemeinsamen Essens das Brot brach, erkannten sie ihn.
In seinem Vortrag zum Thema "Auf dem Weg der Wahrheit zum Leben" in der Sendereihe „Thema des Monats“ im ERF Süd vergleicht Konrad Straub dieses Erkennen Jesu mit dem Erkennen in unserem Leben. Denn auch wir können immer wieder erleben, wie uns Jeus in Gesprächen mit unseren Mitmenschen „begegnet“. Doch Jesus zu erkennen und ihn als „Den Weg, die Wahrheit und das Leben“ zu erfahren, ist mehr. Doch genau darum geht es in unserem Leben. Wir müssen Jesus als den erleben, der gekommen ist, um uns zu erlösen. Denn erst dadurch wird er für uns zum Weg ins ewige Leben.
Im zweiten Teil seines Vortrags "Auf dem Weg der Wahrheit zum Leben", hören wir tiefgreifende Impulse und Erkenntnisse zur Geschichte der Jünger auf dem Weg nach Emmaus. Die Sendereihe „Thema des Monats“ stand im Oktober unter dem Motto "Worauf es im Leben und im christlichen Glauben ankommt". Hören Sie sich diese Vorträge an. Sie empfangen den ERF Süd entweder auf DAB+ in Südtirol und ganz Österreich, oder im Internet unter der Webadresse www.erfsued.com. Wenn Sie eine der Sendungen nochmal nachhören möchten, habe Sie auch dazu die Möglichkeit und zwar über die Mediathek des ERF Süd. In Südtirol und im Tessin ist der ERF zudem auf UKW zu hören. Wenn Sie Literatur zu diesem oder ähnlichen Themen suchen, finden Sie diese in der ERF Buchhandlung "Buchgalerie" oder als Buch Shop im Internet unter www.buchgalerie.com.