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"Uhde: des Meisters Gemälde" von Hans Rosenhagen (1908).
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In seiner Predigt im Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt in der Heilig-Geist-Kirche in Mupperg (Thüringen) erinnert der EKD-Ratsvorsitzende Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm an die Botschaft von der Nähe Gottes, von der die biblische Geschichte der Himmelfahrt erzählt.

"Der Himmel ist vom Sehnsuchtsort irgendwo da draußen zu einem Ort geworden, wo Gott mitten in der Welt wirkt. Das verbindet uns heutige Menschen mit den Menschen in biblischen Zeiten", so Bedford-Strohm. Ausgehend vom Predigttext im Alten Testament (1. Kön 8,22-24, 26-28), in dem es heißt "Sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen - wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe?" ging Bedford-Strohm auf die Erfahrung der Gegenwart Gottes ein, wie sie im Gottesdienst, in der Musik, in der Bibellektüre oder im Gebet spürbar werde. Die Geschichte von Himmelfahrt stelle die Grundlage dar, auf der solche Erfahrungen überhaupt erfassbar werden könnten. Aus der Erfahrung mit Christus komme der "Frieden der Seele", "das Gefühl, so angenommen zu sein, wie ich bin", führte Bedford-Strohm aus. "Himmelfahrt Jesu - das heißt, dass Jesus die Erfahrung des Himmels für uns öffnet. Jesus war in Fleisch und Blut unter den Menschen. Nun - das sagt die Himmelfahrtsgeschichte - ist sein Leib nicht mehr sichtbar vor unseren Augen, aber Jesus ist da, und wir können ihn mit unsren Herzen sehen."