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Viele Menschen sehnen sich nach einem Leben voller Reichtum und Erfolg, obwohl sie wissen, dass sie das letztlich nicht glücklich machen wird.
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Es scheint ein Teil unserer menschlichen Natur zu sein, dass wir unser ganzes Leben lang nach der Erfüllung unserer Sehnsucht nach „mehr“ suchen. Viele Beispiele von reichen, begabten und berühmten Künstlern zeigen uns, wie existentiell diese Sehnsucht für uns Menschen sein kann. Immerhin nahmen viele dieser Künstler sich das Leben, als sie merkten, dass sie in dieser Welt nicht die Erfüllung ihrer Sehnsüchte finden konnten. Als Marylin Monroe merkte, dass sie ihre tiefere Sehnsucht, trotz ihres enormen Ruhms, niemals würde stillen können, geriet ihr ganzes Leben immer mehr aus den Fugen. Der großartige Maler Vincent van Gogh, für dessen Bilder in den Auktionshäusern heute gigantische Summen bezahlt werden, wurde sogar irre und nahm sich das Leben. So gibt es viele künstlerisch hochbegabte, sensible Menschen, die an ihrer eigenen Sehnsucht scheiterten, weil sie merkten, dass sie trotz all ihres Ruhms nicht imstande waren, die Erfüllung ihrer Sehnsucht jemals zu erreichen. Anscheinend war der Erfolg, die vielen Fans und Partys, die schönen Kleider und teuren Häuser am Ende alles nichts wert, sodass sie trotz ihrer großartigen Talente und ihrer Beliebtheit ihr Leben wegwarfen.

Andere wiederum glauben, dass ihnen nur Reichtum, Einfluss und Erfolg oder vielleicht Freunde fehlen, um endlich das zu finden, wonach sie sich sehnen. Wieder andere bauen ihre ganze Hoffnung auf den perfekten Partner, von dem sie sich ihr Glück erhoffen, einen Job, der sie erfüllt und beflügelt, den idealen Wohnort oder was auch immer. All das sind Hoffnungen und Wünsche, die uns antreiben, bis sie in Erfüllung gegangen sind. Kaum sind sie in Erfüllung gegangen, sagen wir schon wieder: „Nein, das war es nicht. Es muss noch mehr geben.“

Dr. Christian Wachtmann geht in der aktuellen Ausgabe des Thema-des-Monats-Podcasts von ERF Medien Südtirol auf all diese Fragen ein. Dabei kommt er auch darauf zu sprechen, wie einsam wir mit unseren tieferen inneren Sehnsüchten sein können. Irgendwie ist jeder von uns auf uns selbst gestellt. Denn nichts und niemand kann uns die Antwort auf diese innere Sehnsucht sein, bis sie uns tatsächlich erfüllt wird. In der Beschäftigung mit unserer Sehnsucht liegen letztlich auch die Gründe für die größte Einsamkeit unseres Lebens - vor allem je älter wir werden, ohne dass es uns gelungen ist, Antworten darauf zu finden.

Der altgriechische Philosoph Platon sagte einmal: „Alles Irdische ist nur ein Schatten der göttlichen Welt und Sehnsucht bedeutet ‚Heimweh nach der göttlichen Welt‘.“ Ähnlich sagten es viele andere große Dichter und Denker. Schriftsteller, Philosophen, Bischöfe und Soziologen; alle stellten im Laufe ihres Lebens fest, dass die Sehnsucht nach etwas Größerem Teil unseres Menschseins ist. Doch worin liegt der Grund für diese schier unstillbare Sehnsucht in uns? Letztlich in nichts anderem als in der Tatsache, dass sich die eigentliche Sehnsucht des Menschen nicht von irdischen Dingen gestillt werden kann, weil es die Sehnsucht nach etwas Göttlichem ist, die wir uns tragen und die uns auch ein Leben lang antreibt, bis wir die Antwort darauf finden.

In der Bibel lesen wir, dass Gott den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen hat. Als der Mensch sich aber begann, davon abzuwenden und seine eigenen Wege ging, verließ er damit auch gleichzeitig das, wozu er geschaffen war. Die Herrlichkeit Gottes ist seither wie eine tiefe Sehnsucht in uns, die uns antreibt, Gott zu suchen und zu finden. Gleichzeitig sind wir durch sie aber auch einer ständigen Versuchung und Verführung ausgesetzt, weil wir ständig glauben, die Erfüllung in irdischen Dingen gefunden zu haben, bis wir dann wieder feststellen, dass es das doch wieder nicht war. Von unserem Ursprung her haben wir Menschen alle etwas von der Größe Gottes in uns. Seit unserer Trennung von Gott, dem Schöpfer, empfinden wir es aber als Vakuum, als Leere, die in uns nach Erfüllung ruft.

Dr. Christian Wachtmann erzählt von sich, wie er sich eines Tages die Frage stellte, ob das Christentum mit seinen Reden von einem ewigen Leben nicht doch Recht haben könnte. Immerhin sind Auferstehung und ewiges Leben die zentralen Botschaften des Christentums. Jesus von Nazareth sagte: „Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es im Überfluss haben“ (Johannes Kapitel 10 Vers 10b). Was hat er mit diesem Satz gemeint? Ist er tatsächlich imstande, die Sehnsucht zu stillen, die wir alle in uns tragen?

Ja. Genau das hat Jesus von sich behauptet. Deshalb kann jeder, der ihm glaubt und vertraut, auch den Frieden finden, von dem Jesus sagt: „Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht, wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht“ (Johannes, Kapitel 14, Vers 1). Weil Jesus Christus der Sohn Gottes ist, deshalb ist er imstande, dieses Vakuum in uns auszufüllen. Durch seine Vergebung können wir zu „Kindern Gottes“ werden. Und genau das ist unsere Bestimmung. Aber wir brauchen Jesus Christus. Denn nur durch den Glauben und das Vertrauen zu ihm, finden wir zurück zu unserem Vater im Himmel. Jesus ist der Weg dorthin. Er ist der Einzige, der dieses Vakuum in unserem Herzen füllen und die Sehnsucht in uns stillen kann. In diesem Sinn ist Jesus auch das Ziel unserer Sehnsucht. Jeder, der sich damit auseinandersetzt, wird froh sein darüber, Jesus, als Antwort auf seine Sehnsucht, in seinem Leben gefunden zu haben.

Näheres dazu hören Sie im Podcast. Es ist der zweite Teil einer Reihe zum Thema „Vom Geheimnis der Sehnsucht“ mit Dr. Christian Wachtmann, Dipl. Ing. Lutz Röder und Dr. Albrecht Kellner im ERF Südtirol.