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Der Tod muss nicht das Letzte sein!
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Der Tod ist in unserer Gesellschaft noch immer ein Thema, über das man am liebsten gar nicht spricht. Es gibt zwar zahlreiche Reportagen, Thementage und Kolumnen, die uns darüber berichten, wie wichtig es ist, über den Tod zu reden und sich innerlich darauf vorzubereiten, doch all das hat bis heute nicht dazu geführt, dass Tod und Sterben etwas wäre, was die Gesellschaft interessiert. Im Gegenteil; es wird verdrängt. Das war früher noch anders. Da starben Menschen in der Regel im Beisein der Angehörigen. Heute sterben Menschen sehr oft einsam und verlassen, irgendwo in einem Krankenhaus oder in einer Wohnung, im Altersheim oder in einer Anstalt. Im Grunde ist das ein Skandal, der jedoch durch Corona nur noch viel größer geworden ist. Seither erlischt ein Menschenleben oft in aller Stille und unter fürchterlichen Schmerzen, ohne dass Hinterbliebene dabei sein können. Oft wird gar nicht mehr daran gedacht, wie viel Sorge und Glück, Freuden und Leid, Hoffnung und Enttäuschung mit so einem Menschenleben aus dieser Welt geht. 

In der Kunst ist das anders. Da wird der Tod sehr oft thematisiert. Von den kunstvoll gestalteten Grabmälern früherer Jahrhunderte bis zu den großen Gemälden vergangener Epochen, Künstler finden immer wieder beeindruckende Motive, um Tote zu ehren. Ob in den Filmen im Fernsehen oder in Bücher; überall begegnen wir dem Tod. Angefangen vom Krimi, der sich schon über Jahrzehnte größter Beliebtheit erfreut, bis zu den erschütternden Szenen großer Werke der Weltliteratur; überall ist der Tod allgegenwärtig. Malerei und Musik; auch hier haben Künstler Großartiges zum Thema Tod geschaffen. Denken wir nur an Mozarts „Requiem“ oder an das von Giuseppe Verdi. Selbst in der aktuellen Popmusik finden sich Beispiele. So veröffentlichte der erfolgreiche britische Musiker Ed Sheeran erst kürzlich ein Lied unter dem Titel „Visiting hours“, das er für die Beerdigung eines verstorbenen Freundes geschrieben hat. In diesem Lied drückt der Musiker die Hoffnung aus, dass sie sich eines Tages wiedersehen werden. Ein Motiv, das immer wiederkehrt. Trauer wird musikalisch verarbeitet. Gleichzeitig geht es darum, Hoffnung zu schöpfen und daran zu glauben, dass mit dem Tod nicht alles aus ist. Mit solchen Liedern haben auch Popmusiker wie Eric Clapton oder Andreas Gabalier ihre Zuhörer immer wieder tief bewegt.

Doch woher nehmen diese Musiker die Zuversicht, dass wir unsere Lieben, die uns durch den Tod entrissen werden, eines Tages wiedersehen werden? Die Frage stellt sich auch Nicolai Hamilton in der aktuellen Ausgabe des Thema-des-Monats-Podcasts von ERF Medien Südtirol. Ihm ist klar, dass wir uns dabei nicht auf junge Musiker verlassen können. Das wäre naiv. Immerhin Leben viele gerade in unserer Zeit in dem Glauben, dass nach dem Tod ohnehin alles aus ist. Wie kommt es aber dazu, dass sie sich angesichts des Todes dann doch wieder an die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit ihren Liebsten klammern?

Im Grunde zeigt dieses Verhalten uns nur, dass die meisten Menschen beim Thema Tod letztlich hilflos und sogar naiv sind. Denn Tod ist nun mal die härteste Realität des Lebens. Vieles in unserem Leben ist ungewiss, nur eines ist sicher – und zwar, dass wir alle eines Tages sterben müssen. Keiner von uns weiß wann und wie, aber dass wir sterben müssen, das wissen wir, auch wenn wir es ständig verdrängen. Viele haben deshalb auch ein Problem mit ihren Angehörigen über ihre Beerdigung oder über ein Testament zu sprechen. Das zeigt, dass Menschen ganz einfach Angst davor haben. Das große Tor ins Ungewisse, über das niemand etwas Verlässliches aussagen kann, macht Angst.

Aber weiß wirklich niemand, wie es nach unserem Tod weitergeht? Doch. Jesus Christus hat mit großer Bestimmtheit darüber gesprochen. Seine Aussagen über das Leben nach unserem Tod werden heute zwar oft ignoriert, doch Jesus war der Einzige, der verlässlich darüber Auskunft geben konnte, wie es nach dem Tod weitergeht. Experten, Berater oder Wissenschaftler können darüber nichts sagen. Selbst Menschen, die uns von Nahtoderfahrungen berichten, können uns keine zuverlässigen Informanten sein. Nur Jesus wusste, was kommt, und er warnte immer wieder.

Als Sohn Gottes kam er in diese Welt und wurde Mensch, lebte wie wir, starb und wurde begraben wie jeder andere auch. Doch dann geschah etwas, was bis heute einzigartig geblieben ist. Jesus ist auferstanden. Menschen, die ihn kannten, konnten ihm begegnen, mit ihm essen und reden. Er sprach mit ihnen. Die Bibel sagt: Er hat den Tod besiegt. Das Grab konnte ihn nicht halten. Das mögen viele in unserer Zeit zwar bezweifeln, doch die Fakten sprechen für sich. Jesus ist tatsächlich auferstanden und lebt. Das wissen wir aus verschiedenen historischen Quellen und Millionen von Menschen auf dieser Welt können es uns bestätigen. Die Bibel sagt, dass es Hunderte von Menschen gab, die bezeugen konnten, dass Jesus ihnen nach seinem Tod und seiner Auferstehung begegnet ist. Deshalb konnte Jesus auch sagen: Ich bin die Auferstehung und das Leben, wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt (Johannes 11,25).

Wer sich ein Leben wünscht, das stärker ist als der Tod, der findet es in Jesus Christus. Wer ohne Gott leben will, der kann auch das. Es ist seine freie Entscheidung. Er muss dann nur in Kauf nehmen, dass er auch die Ewigkeit ohne Gott verbringen wird, ohne seine Liebe, Freude und ohne seinen Frieden. Das ist die Hölle. Wer jedoch das Angebot der Vergebung in Jesus Christus annimmt, an Jesus glaubt und ihm vertraut, der muss den Tod nicht mehr fürchten. Er kann in Frieden älter werden, weil er weiß, dass nach dem Tod eben nicht alles aus ist, sondern das eigentliche Leben dann erst beginnt.

Das ist keine billige „Jenseitsvertröstung“, wie viele vielleicht glauben, sondern Glauben und Vertrauen auf das, was Jesus Christus gesagt hat. Der bekannte christliche Liedkomponist Peter Strauch hat einmal gemeint: „Wer die neue Welt Gottes vor Augen hat, kann die Probleme der alten Welt getrost hinter sich lassen.“ Wer ein Ziel vor Augen hat, geht ohnehin anders mit seinem Leben um, als der, für den nach dem Tod alles aus ist. Dass nach dem Tod alles aus ist, stimmt nicht einmal. Das sagen uns mittlerweile sogar Physiker. Denn in der Natur gibt es zwar Verwandlung, aber keinen Tod im Sinne einer Auflösung oder Auslöschung. Im Gegenteil; nach dem Tod beginnt alles erst, im Guten wie im Leidvollen. Denn wir leben dann entweder mit Gott oder ohne ihn, und letzteres wäre ein Leben ohne Hoffnung. Alle jedoch, die sich für ein Leben mit Jesus Christus entschieden haben, werden sich in der Ewigkeit bei Gott wiedersehen. Das zu glauben, ist weder naiv, noch utopisch, sondern beruht auf der Wahrheit, die Jesus in die Welt gebracht hat. Wer Jesus glaubt, der kann auch getrost darauf vertrauen.

Näheres dazu hören Sie im Podcast. Es ist der fünfte Teil einer Reihe zum Thema „Leid und die Frage nach dem Warum“ mit Matthias Clausen, Klaus Göttler, Nicolai Hamilton und Jan Peter Grapp im ERF Südtirol.