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Meistens erleben wir Leid gerade dann, wenn wir am wenigsten damit rechnen.
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Das angstverzerrte Gesicht eines Mannes. Viele kennen dieses berühmte Bild. Es gehört zu den Gemälden der Welt. Die Rede ist vom „Schrei“ des norwegischen Malers Edvard Munch. Warum spricht dieser schreckverzerrte Gesichtsausdruck so viele Menschen an? Ist es, weil viele sich in irgendeiner Weise mit der dargestellten Person identifizieren? Vielleicht ist es auch nur die Suggestion, die von diesem Bild ausgeht. Denn obwohl wir wissen, dass das Leben Schreckliches bereithalten kann, möchten wir an das Leid doch lieber gar nicht denken. Wenn es dann aber trifft, und unser Leben sich plötzlich von Grund auf so verändert, sind wir gezwungen, uns damit auseinanderzusetzen.

Da freut sich vielleicht jemand auf seine Rente, und wie aus dem Nichts kommt die Diagnose des Arztes, die alle Pläne zunichtemacht. Oder es fällt einer bei der entscheidenden Prüfung einfach durch und kann nur noch zusehen, wie alle seine Lebensträume zerplatzen. Es kann aber auch sein, dass eine Frau von ihrem Mann oder ein Mann von seiner Frau verlassen wird und plötzlich eine ganze Welt zusammenbricht. All das sind Beispiele, die uns zeigen, wie schnell es gehen kann, dass alles sich ändert.

Als im Jahr 1755 ein furchtbares Erdbeben die Stadt Lissabon heimsuchte und für verheerende Zerstörung, Brände und eine Tsunami-Warnung sorgte, gab es viele hitzige Debatten. 100 000 Menschen fanden bei dieser Naturkatastrophe den Tod. Kein Wunder, dass viele Gelehrte ins Grübeln kamen. Wenn Gott schon allmächtig ist, so fragten sich vielleicht auch gläubige Menschen, wie kann er es zulassen? Warum greift er nicht ein und verhindert so eine Katastrophe? Wie kann er nur zusehen? Diese und viele weitere Fragen beschäftigten die Menschen damals und sie beschäftigen uns bis heute.

Die Bibel spricht davon, dass diese Welt gut und vollkommen war, als Gott sie geschaffen hat. Es gab weder Leid, Schmerz und Tod, keine Naturkatastrophen und keinen Krieg. Doch dann geschah etwas, so sagt uns die Bibel, von dem wir wissen, dass es alles verändern sollte. Der Mensch wollte sein wie Gott. Er wollte selbst bestimmen, was gut oder schlecht, falsch oder richtig ist. Deshalb wandte der Mensch sich von Gott ab, ging seine eigenen Wege und sagte sich von dem los, der alles nicht nur ins Leben rief, sondern selbst dieses Leben ist. Die Folgen dieser Entscheidung des Menschen hätten schrecklicher nicht sein können. Denn plötzlich sahen sich die Menschen mit Schmerz, Leid und Tod konfrontiert. Es dauerte auch nicht lange, dann gesellte sich noch Egoismus, Neid, Gier, Hass und Gewalt dazu. Jetzt war das Elend des Menschen perfekt. Bald darauf folgte der erste Mord. Die Menschen begannen einander zu bekriegen, auszunutzen, die Natur zu zerstören, einander zu verraten und zu verletzen. Kurzum; Mensch und Welt, die uns einst als Paradies von Gott übergeben worden waren, wurden krank – und so ist bis heute. 

Doch Gott sah nicht einfach nur zu, wie alles zu verkommen begann, sondern schmiedete bereits einen Plan – und diesen Plan setzte Gott auch durch. Deshalb müssen wir heute nicht mehr verzweifeln, sondern können aufatmen. Nicolai Hamilton spricht in der aktuellen Ausgabe des Thema-des-Monats-Podcasts von ERF Medien Südtirol davon. Er macht uns darauf aufmerksam, wie Gott uns Menschen geradezu darum bittet, nicht länger in dieser Welt voller Hass, Neid und Krieg herumzuirren, sondern vielmehr Gottes Plan der Errettung zu ergreifen.

Die Bibel nennt es den „Heilsplan Gottes“ oder sie spricht von „Gottes Heilsgeschichte“. Diese Heilsgeschichte Gottes begann vor etwas mehr als 4 000 Jahren, als Gott Abraham berief, dem er eine ganze Reihe von Verheißungen gab, die sich praktisch alle im Laufe der Menschheitsgeschichte erfüllten. Höhepunkt dieser Heilsgeschichte war das epochale Ereignis der Geburt Jesu vor 2 000 Jahren. Wir wissen, was die Menschen mit dem Sohn Gottes, den Gott zu unserer Erlösung in diese Welt schickte, machten. Sie quälten Jesus und schlugen ihn schließlich ans Kreuz. Doch Jesus Christus blieb nicht unter den Toten, sondern wurde von seinem Vater im Himmel aufgeweckt und zeigte sich nach seiner Auferstehung vielen Menschen, die später als Zeugen seiner Auferstehung in die Geschichte eingingen. Seit dieser Auferstehung Jesu wissen wir, dass Gott alles, was Jesus Christus vorausgesagt hatte, bestätigt. In Jesus hat Gott den Tod überwunden. In Jesus bietet er jedem die Errettung vom Tod an. Seither können wir, wenn wir zu Jesus Christus gehören, daran glauben, dass auch wir auferstehen werden, wie Jesus gesagt hat.

Jesus versteht unsere Schmerzen, unseren Kummer und unser Leid. Er weiß, was es heißt, verlacht, verspottet und von den Menschen verstoßen zu werden. Deshalb kann er sagen. „Kommt alle zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben. Vertraut euch mir an und lernt von mir, denn ich gehe behutsam mit euch um und sehe auf niemanden herab. Wenn ihr das tut, dann findet ihr Ruhe für euer Leben“ (Matthäus 11,28 – 29). Jesus will uns helfen, begleiten und uns ans Ziel bringen. Dieses Ziel ist ein Leben der Freude, ohne Schmerzen und Leid, so wie der Mensch es im Paradies bereits hatte. Es ist dieses Leben bei Gott, das ewig währt, weil es keinen Tod mehr geben wird. So war es von Gott ursprünglich geplant und so möchte er, dass es für jeden von uns wieder wird – ohne Hass, Leid, Schmerz und Tod.

Was müssen wir dafür tun, um dieses Leben zu bekommen? Wir müssen Jesus Christus glauben und ihm Vertrauen. Gott lädt uns ein, wo immer wir auch sind. Ob mitten im Leben oder im tiefsten Leid. Er will uns herausretten aus dieser Welt voller Schmerzen, Leid und Tod, und hineinbringen in ein Leben der Freude mit Gott. Wer diese Einladung Gottes annimmt, der hat dieses neue Leben bereits ergriffen, vielleicht sogar mitten in all den Schwierigkeiten, in denen er gerade steckt. Doch das ändert nichts daran, denn in dem Moment, wenn ein Mensch „Ja“ zu Jesus Christus sagt, schenkt Gott ihm dieses Leben, das sich von da an zu entfalten beginnt.

Gott wartet auf jeden von uns. Er hat nur Gutes mit uns vor, darauf können wir bauen, selbst wenn er uns Schweres zumutet, das wir zuerst vielleicht nicht verstehen. Am Ende wird alles gut, wenn wir nur zurück zu ihm finden. Denn was es auch sein mag, worunter wir leiden, wenn wir an Jesus Christus glauben, muss niemand von uns ohne Hoffnung bleiben, sondern kann sich auf die Verheißungen Jesu berufen.

Näheres dazu hören Sie im Podcast. Es ist der vierte Teil einer Reihe zum Thema „Leid und die Frage nach dem Warum“ mit Matthias Clausen, Klaus Göttler, Nicolai Hamilton und Jan Peter Grapp im ERF Südtirol.