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Krankheiten können uns jede Hoffnung und Lebensfreude rauben.
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Es war das Jahr 2011, als der französische Film „Ziemlich beste Freunde“ die Kinoleinwände eroberte. Millionen von Zuschauern waren bewegt von der berührenden Geschichte des gelähmten, reichen Philippe und seines unkonventionellen Pflegers Driss, der eigentlich völlig ungeeignet scheint für seine Aufgabe. Doch dem gerade diesem Pfleger gelingt es, Philippe seine Lebensfreude zurückzubringen. Anstatt Mitleid und Vorsicht bekommt der körperlich stark eingeschränkte Mann von dem jungen Senegalesen ehrliches, ungeheucheltes Feedback und kreative Ideen, wie man trotz Rollstuhl und Schwierigkeiten ein lebenswertes und erfülltes Leben führen kann. Die Frage, die sich hinter dieser Filmgeschichte verbirgt, ist die nach dem Umgang mit Leid und Krankheit. Diese Frage beschäftigt nicht nur erfolgreiche Drehbuchautoren, sondern uns alle. Vielleicht auch deshalb, weil wir früher oder später in unserem Leben alle einmal in mit dieser Frage konfrontiert sein können.

Auch Matthias Clausen, der Referent der aktuellen Ausgabe des Thema-des-Monats-Podcasts von ERF Medien Südtirol, stellt sich diese Frage und bringt sie in Zusammenhang mit der Tragfähigkeit unserer Lebenskonzepte. Wenn ein Arzt dir eine völlig unerwartete Diagnose stellt; was ist deine Reaktion? „Hauptsache gesund“ reicht in diesem Moment als Lebensmotto dann nicht mehr. Ausweichen und sich hinter der Diagnose verstecken oder das Thema verdrängen sicher auch nicht. Was ist also die Lösung, wenn Leid und Krankheit unser Leben plötzlich bestimmen? Die Antwort auf diese Frage ist; dass wir uns damit auseinandersetzen müssen. Dabei geht es darum, dass wir alles von einem ganzheitlichen Aspekt aus betrachten und angehen. Schließlich besteht unser Leben aus mehr, als wir normalerweise in unserem Blickfeld haben.

Die Bibel lehrt uns, Leid als Teil unseres Lebens zu sehen. Offen und ehrlich wird an vielen Stellen der Bibel von Krankheit, Tod und Leid berichtet. Gott ignoriert weder die Leiden noch die Trauer des Menschen, wie viele vielleicht glauben, sondern spricht gerade in diesen Zeiten zu uns, manchmal auch durch Leiden hindurch. Deshalb muss sich auch niemand, der an Jesus Christus glaubt, dem Leiden ausgesetzt fühlen. Vielmehr dürfen wir die Zeiten des Leidens in unserem Leben als DIE ZEIT des Lebens begreifen, die uns helfen kann, tiefere Wahrheiten zu erkennen und zu ergreifen. Wir wissen, dass auch Jesus vieles durchleiden musste. In seiner Zeit auf dieser Erde erlebte er Hunger, Durst und Verachtung. Er wurde verraten und alleingelassen. Alle diese schmerzlichen Erfahrungen kulminierten schließlich in dem schrecklich grausamen Tod am Kreuz. Wer also Jesus von seinem Leid und seinen Schmerzen erzählt, der kann davon ausgehen, dass ihm nichts davon fremd ist. Jesus versteht uns, wenn wir ihm unser Leid und unsere Schmerzen klagen, er hat sie schließlich selbst durchlitten.

Jesus wurde gekreuzigt. Das bestätigen uns auch viele außerbiblische Berichte. Doch Jesus blieb nicht im Grab, sondern wurde von seinem himmlischen Vater auferweckt und erschien vielen seiner Freunde noch lange nach seiner Auferstehung. Diese Auferstehung Jesu ist für uns alle von allergrößter Bedeutung. Weil Jesus nicht im Tod blieb, werden auch wir auferstehen, so wie Jesus es jedem verspricht, der zu ihm gehört. Jesus sagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben (Johannes 11,25).“  Leiden behält eben nie das letzte Wort - nicht für den, der zu Jesus Christus gehört, an ihn glaubt und ihm vertraut. Das letzte Wort gehört viel mehr Jesus, der uns verspricht, dass jeder, der an ihn glaubt, sich auf eine großartige Zukunft freuen darf, in der das Leben ewig währt - ein Leben voller Freude und Segen, ohne Krankheit und Leid und Tod und auch ohne Schmerzen. Wer an diese wunderbare Zukunftsperspektive glauben kann, für den verändert sich vieles. Denn er weiß, dass alles Leiden auf dieser Erde einmal beendet sein wird. Auch wenn wir heute noch durch das finstere Tal des Lebens gehen, so werden wir dennoch morgen bei Jesus sein, der uns alle seine Verheißungen erfüllt. Wer diesen Halt und diese Zuversicht in seinem Leben hat, der kann auch in der tiefsten Krise seines Lebens noch Hoffnung haben.

Näheres dazu hören Sie im Podcast. Es ist der zweite Teil einer Reihe zum Thema „Leid und die Frage nach dem Warum“ mit Matthias Clausen, Klaus Göttler, Nicolai Hamilton und Jan Peter Grapp im ERF Südtirol.