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Letzte Worte sagen viel über das Leben und den Charakter eines Menschen aus.
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Viele prominente Persönlichkeiten sind nicht nur für ihre Taten oder Werke bekannt, sondern auch für ihre letzten Worte, die sie vielleicht kurz vor ihrem Tod noch gesagt haben. An diesen letzten Worten lässt sich zumeist ablesen, was diesen Menschen wichtig war, wofür sie sich eingesetzt haben, was ihnen Halt und Erfüllung gab oder auch nicht. Denn oft ist es erschreckend, wenn wir lesen, welche Verzweiflung und Angst diese Menschen in der Stunde ihres Todes überkam. So kennen wir z. B. die Aussage der Krankenschwester, die am Sterbebett von Voltaire, dem großen, französischen Philosoph der Aufklärung stand. Sie sagt: "Für alles Geld Europas möchte ich keinen Ungläubigen mehr sterben sehen! Er schrie die ganze Nacht um Vergebung."

Wie so ganz anders waren die letzten Worte Jesu, als er am Kreuz starb. Alle vier Evangelien des Neuen Testament berichten davon und zeigen eindrücklich, dass dieser Jesus kein gewöhnlicher Mensch gewesen sein kann. Bis heute werden diese letzten Worte Jesu in den verschiedenen Künsten zu wahren Kunstwerken verarbeitet, interpretiert und dargestellt. Es gibt großartige Werke über diese „letzten Worte“ Jesu am Kreuz. Joseph Haydn komponierte ein ganzes Oratorium unter dem Titel „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“, auch Johann Sebastian Bach schrieb großartige Musik dazu. Diese letzten Worte Jesu sind von einer solchen Kraft uns Ausstrahlung, dass sie nicht nur unsere westliche Kultur mitgeprägt haben, sondern sogar so einflussreich waren, dass sie die ganze Welt mit verändert haben.

In der aktuellen Ausgabe des Thema-des-Monats-Podcasts von ERF Medien Südtirol geht Michael Happle, der Referent der Sendereihe Thema des Monats, eingehend auf diese letzten Worte Jesu ein. Dabei zeigt sich einmal mehr die unendliche Liebe, die Jesus zu den Menschen hat, dass er noch in diesen letzten Minuten seines Lebens an all die Menschen dachte, die ihm nahe standen. Sogar an seine Feinde und Folterer dachte er und reagierte nicht mit Hass, sondern bat Gott um Vergebung für sie. Das muss man sich vorstellen. Mitten in seinem Leiden, am Kreuz hängend, kurz vor seinem Tod setzt Jesus sich bei seinem Vater für seine eigenen Mörder ein und verspricht dem Verbrecher, der neben ihm am Kreuz hängt, einen Platz im Paradies, weil er zu seiner Schuld stand und sich reumütig zeigte. Jesus denkt in diesen letzten Minuten seines Lebens aber auch an seine Mutter, die trauernd unter dem Kreuz steht, und empfiehlt sie Johannes, einem seiner treusten Jünger an, den er vom Kreuz herab bittet, sich um sie zu kümmern. Das alles zeugt von einer solchen Weitsicht, Fürsorge, Liebe und Bereitschaft zur Vergebung, dass Menschen in allen darauf folgenden Jahrhunderten, bis heute, davon berührt wurden.

Das Schlimmste an diesem Tod am Kreuz waren nicht die Schmerzen oder die Demütigungen, die der Erlöser der Welt ertragen musste, sondern das Verlassen-sein von seinem Vater, das Jesus als der einzige Sohn Gottes in dem Moment erlebte, als er in seinem tiefsten Schmerz aufschrie: „Vater, warum hast du mich verlassen?“ In diesem Moment, als Jesus die Sünde der ganzen Welt auf sich nahm und die damit verbundene Strafe trug, musste Gott, der Vater, wegschauen. Wir wissen, Jesus, der Heiland der Welt, ließ sich schlagen, demütigen und sogar hinrichten. Warum? Um uns Menschen den Zugang zu Gott frei zu machen. Seither kann jeder wieder zu Gott kommen, der ehrlich zu sich selbst ist, Gott um die Vergebung seiner Schuld bittet und Reue zeigt. Gott stößt niemanden von sich, nicht einmal einen Verbrecher, wenn er seine Schuld nur bereut und sich Jesus Christus anvertraut. Im Alten Testament, im Buch des Propheten Jesaja lesen wir: „Die Strafe lag auf ihm, zu unserem Frieden und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden“ (Jesaja 53,5).

Wie anders sind die letzten Worte Jesu, als bei den vielen berühmten Persönlichkeiten, deren letzte Worte oft voller Verzweiflung oder Enttäuschung waren. Im Tod Jesu spiegelt sich bereits der Triumph seiner Größe wider. Sein Tod am Kreuz war keine Niederlage, sondern ein Sieg über die Schuld, die uns Menschen von Gott trennt. Deswegen konnte Jesus selbst in diesen schrecklichen Momenten vor seinem Tod ausrufen: „Es ist vollbracht!“ (Johannes 19,30). Das Werk, zu dem er auf diese Erde gekommen war, war in diesem Moment vollendet. Deshalb kann er auch bis heute zu jedem von uns sagen: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zu Gott, dem Vater, außer durch mich.

Näheres dazu hören Sie im Podcast. Es ist der zweite Teil einer Reihe zum Thema „Leben mit Gott lohnt sich“ mit Michael Happle im ERF Südtirol.