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In den Stürmen des Lebens können wir bei Gott Halt finden.
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Als „Angsthase“ oder „Feigling“ bezeichnet werden will niemand. Deshalb geben sich viele Menschen oft schon in ihrer Kindheit stark und mutig, auch wenn sie es gar nicht sind. Je reifer wir werden, desto mehr erkennen wir dann aber, dass wir uns von der Angst, eine „Angsthase“ zu sein, eigentlich nicht bestimmen lassen sollten. Es gibt aber auch Menschen, die kommen ein ganzes Leben nicht davon los, weil sie zu sehr davon bestimmt werden, was andere von ihnen denken. Grund dafür ist oft diese undefinierbare Form der Angst, die viele von uns nur leider zu gut kennen. Angst ist im Leben eines Menschen an sich gut, doch eben nicht in jeder Form.

Wenn wir als Menschen Angst haben, ist das zumeist eine ganz natürliche Reaktion, die uns vor Gefahren schützt und in uns einen Impuls zu fliehen oder zu kämpfen hervorruft. Aber hier kann es in unseren modernen, von vielen Reizen und Stressfaktoren geprägten Lebensformen zu „Angststörungen“ kommen. Vieles davon ist heute behandelbar. Die Praxen von Therapeuten und Psychologen unserer Zeit sind oft voll von Menschen, die ein Gefühl von Angst verspüren, ohne das eine reale Gefahr vorliegt.

Die Corona-Pandemie hat dieses Gefühl noch einmal verstärkt sichtbar gemacht. Seither plagen sich immer mehr Menschen mit diesem unguten Gefühl der Angst. Viele durchleben aber auch ganz konkrete finanzielle Ängste oder sorgen sich um ihre Gesundheit. Bei vielen ist es das Wohl ihrer Angehörigen, Eltern, Großeltern oder Freunden, um das sie sich sorgen. Besitzer von Betrieben im Gastgewerbe sorgen sich vielleicht sogar um ihre Existenz. Viele leiden unter Einsamkeit oder einem Gefühl von Ohnmacht und Hilflosigkeit. All das sind Ängste, die wir verstehen und auch nachvollziehen können. Auch wenn wir nicht gerne darüber reden.

In der Bibel finden wir viele Geschichten von Menschen, die in einer tiefen Angst stecken. Davon spricht auch Dr. med. Ute Horn in der aktuellen Ausgabe des Thema-des-Monats-Podcasts von ERF Medien Südtirol. Wir lesen in der Bibel aber auch immer wieder, wie Gott ängstlichen, zweifelnden Menschen begegnet, mit ihnen spricht und wie er ihnen Mut und neue Hoffnung gibt. Eines der berühmten Beispiele dafür ist Petrus, einer der Jünger Jesu. Petrus war überzeugt und begeistert von Jesus, wollte zu ihm gehören und von ihm lernen. Trotzdem begegnete auch ihm immer wieder dieses Gefühl der Angst. Im Matthäus-Evangelium, Kapitel 14, lesen wir davon, dass die Jünger mit einem Boot auf dem stürmischen See Genezareth unterwegs waren, als sie plötzlich Jesus, auf den Wellen gehend, sahen. Petrus reagierte mutig und wollte Jesus entgegengehen, doch dann packte ihn die Angst und er begann zu sinken. Wir lesen hier: "'Herr, wenn du es bist, dann befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen!' – 'Komm!', sagte Jesus. Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser auf Jesus zu. Doch als er merkte, wie heftig der Sturm war, fürchtete er sich. Und er begann zu sinken. 'Herr', schrie er, 'rette mich!'

Diese Situation kennen wir alle. Wir beginnen etwas mit großer Freude und großem Mut. Dann aber kommen die „Stürme des Lebens“ und wir fangen an zu zweifeln. Diese „Stürme des Lebens“ können finanzielle Nöte sein, Krankheiten, allmählich zerbrechende Beziehungen oder eine Familie sein, in der nicht mehr alles so funktioniert, wie wir es uns erwartet haben. Es kann aber auch eine verlorene Arbeitsstelle sein und vieles andere. Wenn die Stürme des Lebens uns Angst machen, geht es darum, dass wir wissen, wohin wir mit unserer Angst gehen können. Petrus wusste es. Er rief zu Jesus um Hilfe – und er bekam sie. So dürfen auch wir zu Jesus rufen, wenn wir ihm Vertrauen. Jesus ist Gottes Sohn. So lesen wir es in der Bibel. Er ist der Herr über Wind und Wellen und der Herr über alle Schwierigkeiten, die uns belasten. Wer an Jesus Christus glaubt, der wird wie Petrus erleben, dass Jesus hilft. In der Geschichte in der Bibel heißt es: „Da streckte Jesus seine Hand aus und hielt ihn fest.“ Wer in seiner Angst zu Jesus kommt, dem hilft er aus allen seinen Nöten. Jeder von uns kann Jesus vertrauen. Er ist der Sohn Gottes und er hat Macht über die ganze Welt.

Näheres dazu hören Sie im Podcast. Es ist der fünfte Teil einer Reihe zum Thema „Goldene Regeln für ein besseres Miteinander“ mit Dr. Ute Horn im ERF Südtirol.