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Wer Gottes Liebe und Gnade im Alltag begreift, erlebt wahre Freiheit.
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Gott kennt dein Gestern, gib ihm dein Heute, er sorgt für dein Morgen.“ Was bedeutet dieses bekannte Zitat des Theologen Ernst Modersohn genau?

  1. Jesus ist in der Lage, unsere Vergangenheit mit all unserer Schuld und unserem Versagen zu vergeben und uns einen völligen Neuanfang zu schenken.
  2. Jesus hilft uns, ein Leben als Christen zu leben. Viele Christen verkrampfen sich bei ihrem Versuch, ein schuldloses Leben zu führen, weil es ihnen nicht gelingt. Doch Jesus hilft uns dabei durch den Heiligen Geist. Das geschieht konkret und praktisch, wenn wir uns Jesus anvertrauen und mit ihm leben.
  3. Jesus kennt unsere Zukunft und sorgt für uns. Wer daran glaubt, erfährt, wie auch diese Verheißung ganz konkret und direkt wahr wird.  

Prof. Hans-Joachim Eckstein spricht in der aktuellen Ausgabe des Thema-des-Monats-Podcasts von ERF Südtirol über diese Wahrheiten des christlichen Glaubens im Rahmen seiner Vortragsreihe „Von der Gerechtigkeit Gottes“. Wenn wir Jesus als unseren Herrn und Heiland angenommen haben und uns dafür entscheiden, unser Leben mit ihm zu leben, können wir unsere Vergangenheit, unsere Gegenwart und unsere Zukunft in Gottes Hand legen. Wir müssen dann nicht mehr aus uns selbst heraus „gut sein“, „im Glauben wachsen“ oder „besser und wichtiger“ sein als die anderen. Gott ist mit uns und sorgt für „seine Kinder“. Im 2. Korintherbrief der Bibel wird uns geschildert, wie der Apostel Paulus Gott darum bittet, ihn von seinem körperlichen Leiden zu befreien. Gott aber antwortet ihm: „Meine Gnade ist alles, was du brauchst, denn meine Kraft kommt gerade in der Schwachheit zur vollen Auswirkung“ (vgl. 2. Korinther 12,9-10). Auf die Liebe und Gnade unseres Gottes kommt es an, damit wir auch Stunden der Niedergeschlagenheit, des Leides und der Schwachheit in unserem Leben überstehen und überwinden.

Christen sprechen gern vom „Wachsen im Glauben“. Tatsächlich ist dieses „Wachsen im Glauben“ ein wichtiger Baustein im Leben eines Christen. Denn es bedeutet, dass wir immer besser verstehen, was Jesus Christus gesagt und gemeint hat, wenn er z. B. vom „Leben unter der Gnade Gottes“ spricht. Aus dem Alten Testament ist uns das Bild der „Landeinnahme“ überliefert. Dieses Bild von der „Landeinnahme“ lässt sich auch sehr gut auf das „Land der Seele“ übertragen, wie wir heute wissen. Denn tatsächlich geht es darum, dass das „Land unserer Seele“ durch ein Leben mit Jesus „erobert, gereinigt und fruchtbar gemacht“ wird. Das geschieht, indem wir beginnen, Gott zu Vertrauen, der uns verändert und hilft. Deshalb ist so wichtig, dass wir in unserem Glauben und Vertrauen zu Gott wachsen, damit er immer mehr „Land unserer Seele“ einnehmen, reinigen und fruchtbar machen kann.  

Hans-Joachim Eckstein greift dieses Bild der „Landeinnahme“ auf und sagt: „Je mehr Land du einnimmst, desto größer werden die Grenzen deines Landes.“ Das gilt auch für das „Land der Seele“ im Leben eines Christen. Je mehr du im Glauben wächst, desto mehr werden dir aber auch deine Grenzen bewusst. Das hilft uns, demütig zu werden. Deshalb erkennen wir „Glaubenswachstum“ oft auch an der wachsenden Demut eines Menschen. Diese Demut führt uns in die Abhängigkeit von Gott. Je mehr wir begreifen, wer wir sind, desto mehr erkennen wir auch, wie abhängig wir von Gott sind. Im Glauben zu wachsen bedeutet letztlich, dass Gott in uns immer größer wird.

Christen leben in der Spannung zwischen Einschränkung und Schwachheiten auf der einen und Hoffnung, Heilung und Vergebung auf der anderen Seite. Doch Gott hilft und vergibt uns und nimmt uns als seine Kinder an, so wie wir sind. Wir könnten auch sagen: Er geht mit uns den Weg der Versöhnung. Das Geheimnis des Glaubens ist, dass nicht wir uns verändern müssen, um von Gott geliebt zu werden, sondern dass es die lebendige Liebe Gottes ist, die uns in sein Ebenbild verändert. Wer das verstanden hat, der wird auch verstehen, wie befreiend und frohmachend echtes Christsein sein kann.      

Näheres dazu hören Sie im Podcast. Es ist der dritte Teil einer Reihe zum Thema „Von der Gerechtigkeit Gottes“ mit Hans-Joachim Eckstein im ERF Südtirol.