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Antisemitismus hat in Europa wieder stark zugenommen.
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Mit antisemitischen Slogans und antijüdischen Theorien von der großen „jüdischen Weltverschwörung“ gingen im vergangenen Jahr viele Menschen auf die Straße. Daran konnte man sehen, wie sehr die Corona-Krise den Antisemitismus in Europa, noch einmal weiter befeuert hatte. Das zeigt auch der Jahresbericht des israelischen Diaspora-Ministeriums, der anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar 2021 veröffentlicht wurde. Die „Epidemie des Antisemitismus“, so heißt es in diesem Bericht, grassiert nach wie vor in den Ländern Europas, insbesondere in Deutschland. Das wird gerade in Zeiten der Unsicherheit und Angst deutlich. Viele Menschen suchen einen Sündenbock – und finden ihn beim Volk der Juden. Das war schon im Lauf der Geschichte immer so und ist es bis heute. In Zeiten der Pest im Mittelalter wurde das Volk der Juden des Öfteren völlig ungerechterweise für die Krankheit verantwortlich gemacht, heute, in der Zeit von Corona, ist es nicht anders. Dabei Leben wir in einer Zeit, in der das Beispiel von Nazideutschland uns eigentlich Abschreckung genug sein sollte. Doch offensichtlich vergessen die Menschen das immer wieder.

Johannes Gerloff, Nahostkorrespondent aus Jerusalem, spricht in seiner packenden Vortragsreihe im Thema-des-Monats-Podcast von ERF Medien Südtirol sehr deutlich davon, dass bereits die Prophetien des Alten Testaments angekündigt haben, dass sich in Zukunft verschiedene Völker gegen Israel und insbesondere gegen Jerusalem wenden werden. Er beschäftigt sich in seinem Vortrag unter dem Titel „Israel und die Welt“ vor allem mit dem zwölften Kapitel des alttestamentlichen Propheten Sacharja, in dem es um die Geschehnisse geht, die sich rund um die Wiederkehr Jesu in der Welt abspielen werden. In diesem Text werden eine ganze Reihe von Schwierigkeiten, kriegerische Auseinandersetzungen und chaotische Zustände angekündigt. Dennoch können wir auch hier wieder davon ausgehen, dass Gott die Geschicke dieser Welt in seiner Hand hält. Gott sagt in diesem Text des Propheten auch klar und deutlich voraus, dass er selbst es ist, der Jerusalem zu einem „Taumelbecher“ machen wird, sodass jeder, der gegen diese heilige Stadt aufsteht, sich selbst schaden wird. Das heißt, dass diejenigen, die gegen Jerusalem in den Krieg ziehen werden - ob nun militärisch oder mit diplomatischen Mitteln - mit „Verrücktheit“ und „Blindheit“ geschlagen werden (Vgl. Vers 4).

Seinem Volk aber verspricht Gott, der Herr, dass es in all den Anfeindungen und kriegerischen Auseinandersetzungen siegreich hervorgehen wird und dass Jerusalem als Hauptstadt Israels für immer bestehen wird. All die Anführer politischer oder militärischer Mächte, die sich heute für einen Krieg gegen Israel rüsten, sind letztlich in Gottes Hand. Er schreibt Geschichte, wie und mit wem er will. Deshalb können wir auch gelassen auf die politischen Entscheidungen blicken, denn wir dürfen wissen, dass letztlich ohnehin nur das geschieht, was Gott zulässt.

Wenn wir aber für Israel beten und dem Volk der Juden Gutes wünschen, so handeln wir nach Gottes Willen und tun uns selbst Gutes. Bereits heute können wir sehen, wie Israel inmitten seiner bürgerkriegsgeschüttelten Nachbarländer zu einer stabilen Wirtschaftsmacht mit hoher Lebensqualität herangewachsen ist. Aber genau das haben die Propheten vorausgesagt und das wird uns auch in Sacharja 12 beschrieben. Johannes Gerloff ruft dazu auf, die „Interkontinentalwaffe des Christentums“, wie er es nennt, stärker und häufiger einzusetzen – das ist das Gebet. Gott verspricht uns in seinem Wort, der Bibel, dass er uns hört, wenn wir zu ihm beten und ihm unsere Sorgen und Nöte, aber auch unsere Wünsche bringen. Insbesondere aber hört Gott auf unser Gebet, wenn wir für Israel beten und­ dem Volk der Juden Gutes, Sicherheit und Frieden wünschen - denn dazu sind wir als Christen berufen.

Näheres dazu hören Sie im Podcast. Es ist der fünfte Teil einer Reihe zum Thema „Israel – Zeiger an der Weltenuhr“ mit Johannes Gerloff im ERF Südtirol.