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Der Nahe Osten gilt als Dauer-Brennpunkt. Durch die Flüchtlingskrise ist er Europa noch näher gerückt.
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<p>Vor rund 10 Jahren füllten die Berichte über den „Arabischen Frühling“ die Tagesnachrichten. Die bewegenden Bilder von tausenden Demonstranten, die in Tunesien, Ägypten, Algerien und vielen anderen arabischen Staaten auf die Straßen gingen, um für ihre Rechte zu demonstrieren, sind uns sicher alle noch in Erinnerung. Aber während vieles, was im Nahen Osten geschieht, von westlichen Politikern und Medien scharf verurteilt wird, wurde der „Arabische Frühling“ ziemlich naiv gesehen. Schon daran lässt sich erkennen, wie kurzsichtig so manche Einschätzung der westlichen Welt ist. Was von den Aufständen übrig blieb, war nicht gerade viel, was man noch länger mit einem „Frühling“ in Verbindung bringen könnte. Immerhin führte die Bewegung zu zwei schrecklichen Bürgerkriegen, zu viel Chaos und kriegerischen Auseinandersetzungen rundum. Der lybische Bürgerkrieg konnte 2015 durch einen Friedensvertrag beendet werden, in Syrien hingegen stehen sich noch immer Mächte der ganzen Welt gegenüber, deshalb toben die kriegerischen Auseinandersetzungen dort bis heute.

Allerdings ist der „Nahe Osten“ Europa auch um einiges „näher“ gekommen. Grund dafür sind die vielen Flüchtlinge aus diesen Ländern, wo inzwischen immer mehr Armut und wirtschaftliche Not herrscht. Kein Wunder, dass die in den nordafrikanischen Ländern lebenden Menschen fliehen und ihr Glück in Europa suchen. Doch was das alles für die Stabilität der Länder Europas bedeutet, das muss sich erst noch zeigen.

Johannes Gerloff, Nahostexperte und ERF Referent, zeigt in der aktuellen Ausgabe des Thema-des-Monats Podcasts von ERF Medien Südtirol, wie einseitig unsere Sicht auf die arabischen Staaten oft ist. Darauf verweist auch bereits die Bezeichnung „Arabischer Frühling“, die eindeutig eine westliche, europäische Bewertung dieser Aufstände zeigt. In der arabischen Welt gibt es den„Frühling“ überhaupt nicht. Der Begriff „Frühling“, der bei uns mit dem Gefühl von Neuanfang und Hoffnung verbunden ist, würde im Nahen Osten eher mit Herbst assoziiert werden.

Trotzdem; die Geschicke und Ereignisse dieser Welt liegen in der souveränen Hand Gottes. Deshalb müssen weder große politische Umwälzungen noch gesellschaftliche Veränderungen, wie die Fluchtbewegungen, uns in Panik versetzen. Stattdessen sollten wir die Bibel in die Hand nehmen. Denn darin sind all diese Dinge zu finden. „Völkerwanderungen“ werden in der Bibel beispielsweise als etwas vollkommen Normales dargestellt. Es ist Gott, der sie in Bewegung setzt. Er hält die Fäden in seiner Hand. Er ist der Schöpfer des Universums und der Erhalter allen Lebens. Die Frage ist viel eher, wie wir mit diesem Handeln Gottes umgehen und wie wir auch die Flüchtlingskrise beurteilen und darauf reagieren.

Im zweiten Psalm der Bibel wird uns in den ersten Versen beschrieben, wie die Völker und die Regierenden „toben“ und wie sie in Aufruhr sind. Doch Gott lacht ihrer, heißt es hier, denn er hat alles im Griff. Was auch immer auf dieser Erde geschieht, er behält die Kontrolle. Wahrscheinlich verschafft Gott gerade durch diese Flüchtlingskrise tausenden von Menschen, die bisher unter der Herrschaft des Islam standen, eine Chance, den Gott der Bibel und seinen Sohn Jesus Christus kennenzulernen. Als Christen sollte es uns ein Anliegen sein, diesen Menschen den einzigen, wahren Gott der Bibel nahe zu bringen und ihnen das Angebot Jesu erklären, das auch für sie bereitsteht, wenn sie Jesus als ihren Heiland und Retter annehmen.

Wer immer sich bewusst ist, dass der Vater im Himmel alles in seiner Hand hat, kann allen aktuellen Entwicklungen mit viel mehr Gelassenheit begegnen. Sie können uns sogar aktiv werden lassen, aktiv im Dienst für diesen mächtigen Herrscher, in dessen Hand wir uns jederzeit sicher und geborgen fühlen dürfen.   

Näheres dazu hören Sie im Podcast. Es ist der dritte Teil einer Reihe zum Thema „Israel – Zeiger an der Weltenuhr“ mit Johannes Gerloff im ERF Südtirol.