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Wer mutige Schritte im Glauben geht, wird Gottes Handeln erleben.
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„Mehr Licht!“ Diese zwei Worte sollen die berühmten „letzten Worte“ des sterbenden Johann Wolfgang von Goethe gewesen sein. Die Gelehrten sind sich uneins darüber, worauf sie sich genau bezogen. Aber ist es nicht so, dass sich letztlich alle Menschen nach „mehr Licht“ sehnen? Die Psyche des Menschen braucht Licht, so wie auch sein Körper Licht braucht. Manch einer von uns merkt bereits in den dunklen Wintertagen, dass ihm die „Wohltat des Lichts“ fehlt. Es drückt auf die Stimmung und macht müde, wenn wir zu wenig Sonnenlicht haben. Die Bibel sagt uns, dass wir auch in unserer Seele in „Dunkelheit“ Leben, weil wir uns von Gott, unserem Schöpfer, abgewandt haben und eigene Wege gegangen sind. Erst wenn wir Gottes Angebot der Erlösung annehmen, kommt dadurch das Licht der Erkenntnis wieder in uns.

Die ersten Worte, die uns in der Bibel von Gott überliefert sind, lauten: „Es werde Licht“ (1. Mose 1,3). Während Menschen sich immer weiter von ihm entfernen, kündigte Gott schon vor Zeiten an, dass eines Tages „ein Stern über Jakob aufgehen“ wird (Vgl. 4. Mose 24,17). Gott hatte beschlossen, einen mächtigen Retter zu schicken, der die Schuld der Menschen vergeben und die kaputte Beziehung zwischen dem Schöpfer und seinen Geschöpfen wiederherstellen wird.

Als Jesus Christus dann in Betlehem auf die Welt kam, war ein ganz besonderer Stern am Himmel zu sehen. Tragischerweise wurde dieser Stern aber nicht von den frommen Juden und Schriftgelehrten gesehen, die die Prophezeiung eigentlich hätten kennen müssen, sondern von Gelehrten aus dem Orient, die den „Morgenstern“ bemerkt hatten und sich auf den Weg machten. Sie beobachteten den Himmel und hatten ganz offensichtlich auch ein offenes, suchendes Herz. Und wir wissen, ein offenes, suchendes Herz wird von Gott belohnt.

Es will schon etwas bedeuten, dass diese Männer aus dem Orient sich aufmachten und einfach loszogen. Viele Tage folgten sie einem Stern, von dem sie noch gar nicht wussten, wohin er sie führen würde. Aber sie hatten den Glauben, dass dieser besondere Stern etwas ganz Besonderes zu bedeuten hatte, und sie wollten dabei sein, wenn es darum ging, dem versprochenen neu geborenen „König der Welt“ als erste zu huldigen.

Im Grunde beginnt mit diesem Aufmachen und Losziehen die wahre Weihnachtsgeschichte für jeden einzelnen von uns. Im Thema-des-Monats-Podcast von ERF Medien Südtirol zeigt der Referent Konrad Straub anhand von verschiedenen Beispielen, dass sich Glaube nicht nur bei den „Weisen aus dem Morgenland“ in mehreren Stufen entwickelt hat. Auch das Volk Israel selbst durchlief während seiner Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten diese Stufen, ebenso die Jünger Jesu im Neuen Testament. Und auch wir können uns in diesen drei Etappen des Glaubens wiederfinden.

Es beginnt immer damit, dass ein Mensch den Glauben als Geschenk für sich in Anspruch nimmt und beginnt, Gott zu Vertrauen. Damit fängt er gleichzeitig an, Gott als Autorität anzuerkennen. Gott ist nicht mehr länger Theorie, sondern beginnt Realität im Leben eines Menschen zu sein. Doch die Weisen aus dem Morgenland blieben dabei nicht stehen, sondern machten sich auf den Weg und folgten dem Stern. Auch die Jünger Jesu entschieden sich nicht nur für Jesus, sondern folgten ihm nach. Und auch das Volk Israel entschied sich nicht nur für Mose, sondern folgte ihm.

In dieser „Nachfolge“ lässt Gott uns dann in einem dritten Schritt die existentiellen Erfahrungen machen, die uns in unserem Innern zur tiefen Erkenntnis werden, zur „Erfahrung mit Gott“. Denn plötzlich merken wir, dass Gott da ist, dass er die Macht hat immer und überall einzugreifen, wenn wir seine Hilfe in der Not brauchen. So erlebten die Weisen aus dem Morgenland, dass der Stern sie tatsächlich zum „neugeborenen Retter der Welt“ brachte, das Volk Israel gelangte trockenen Fußes durch das Rote Meer und die Jünger Jesu erlebten Wunder über Wunder, bis sie vor der Himmelfahrt Jesu sogar die Möglichkeit erhielten, mit dem vom Tod auferstandenen Herrn Jesus zu sprechen und ihm gegenüber zu stehen.

Aber es bleibt dabei: wir müssen den ersten Schritt tun, dann kommt Gott uns in mehreren Schritten weit entgegen und beschenkt unsere Seele mit dem Licht der Erkenntnis und der Gnade, das wir alle so dringend brauchen, genau wie auch unser Körper das Licht der Sonne braucht.

Näheres dazu hören Sie im Podcast. Es ist der fünfte Teil einer Reihe zum Thema „Einer war nicht von dieser Welt“ mit Konrad Straub im ERF Südtirol.