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In Schwierigkeiten lohnt es sich, Gottes Perspektive auf die Dinge einzunehmen.
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Obwohl in unserer Gesellschaft Leistung und Erfolg immer mehr an Bedeutung zunehmen, so sehr, dass viele Menschen sich sogar darüber definieren, spielen doch auch Rückschläge in unserem Leben immer wieder eine große Rolle. Seit 2009 gibt es an verschiedenen Orten auf der Welt sogenannte „FailCons“, d. h. Konferenzen, bei denen gescheiterte Unternehmer andere an ihren Erfahrungen teilhaben lassen. Niederlagen sollen, so das Ziel der Veranstalter, nicht länger ein Tabu sein, sondern als Möglichkeit gesehen werden, etwas zu lernen und sich weiterzuentwickeln.

Konrad Straub bringt in der neusten Ausgabe des Thema-des-Monats-Podcasts von ERF Medien Südtirol den Gedanken, dass Jesus die Reichtümer des Himmels hinter sich ließ, um in der Familie eines einfachen Zimmermanns aufzuwachsen. Leben und Sterben Jesu zeigen uns die göttliche Perspektive. Der Moment, den wir als größte Niederlage deuten würden, ist aus Gottes Sicht der Moment eines gewaltigen Sieges gewesen. Wir wissen, Jesus trug die Strafe für unsere Schuld. Dadurch, dass er diese Strafe an unserer Stelle erduldete, ermöglicht er uns den Zugang zu Gott.

Wer mit Gottes Augen auf Hindernisse und Fehlschläge blickt, kann auch seine eigenen Niederlagen mit anderen Augen sehen. Glaube, so formuliert es Konrad Straub, ist Festhalten gegen allen Augenschein. So erging es auch vielen Persönlichkeiten der Bibel. Abraham, Isaak und Jakob, die großen Patriarchen des Alten Testaments, mussten alle erleben, wie vieles anders kam, als sie es sich vielleicht vorgestellt hatten. Doch in diesen Krisen und Herausforderungen lernten sie Gott kennen und entwickelten mit der Zeit ein sehr inniges Verhältnis zu Gott, dem Schöpfer. Sie durften erleben, wie sie sich auf ihn verlassen konnten, als sie ganz von ihm anhängig waren, wie er in schier ausweglosesten Situationen eingriff, als sie schon alles aufgegeben hatten. Ja, sie lernten Gott kennen, wie er wirklich ist: treu, verlässlich und allmächtig. Ihm ist nichts unmöglich.

Im Neuen Testament der Bibel finden wir das Beispiel von Paulus und seinem Mitarbeiter Silas, die nach Mazedonien gerufen werden. Als sie jedoch das Ziel erreicht haben, werden sie festgenommen, geschlagen und ins Gefängnis gesperrt. Offensichtlich hat Gott es zugelassen, dass ihre Mission gescheitert war. Aber war sie das wirklich? Nein. Gott hatte nur einen noch viel besseren Weg und Paulus und Silas haderten auch nicht lange mit ihrem Gott, sondern begannen Loblieder zu singen. Das Ergebnis kennen wir. Paulus und Silas erlebten Wunder über Wunder.

„Wenn du in dieser Welt eine besonders hohe Stellung haben willst, musst du eine Hochschule besuchen. Wenn du einmal in Gottes neuer Welt vor seinem Thron stehen willst, nimmt dich Gott vorher auch in seine Schule. Nur ist es so, dass Gottes Hochschulen Tiefschulen sind.“ So schreibt Theo Lehmann in einem seiner Bücher. Paulus und Silas sangen sich aus der Misere heraus. Wie machen wir es, wenn uns in den kommenden Tagen oder Wochen etwas erwartet, was uns vielleicht vor Rätsel stellt? Glauben wir daran, dass Gott immer nur das Beste für uns im Sinn hat, dass wir uns in jeder Lage unseres Lebens auf ihn verlassen können und dass wir auch in den aussichtlosesten Situationen Gott Vertrauen können? Er macht es gut, wenn wir zu ihm gehören. Verlassen Sie sich darauf!

Näheres dazu hören Sie im Podcast. Es ist der erste Teil einer Reihe zum Thema „Einer war nicht von dieser Welt“ mit Konrad Straub im ERF Südtirol.