page-header
Gott hat sich Ehe nicht als Pflichterfüllung vorgestellt.
Anzeige

Im Jahr 2008 wurde in Deutschland eine Umfrage durchgeführt zur Frage, welche Fragen Männer von Frauen am nervigsten finden. 26% der Männer gaben an, die Frage „Liebst du mich?“ sei anstrengend. Frauen hingegen empfinden es lästig, wenn ein Mann fragt, ob sie denn wirklich alles ihrer besten Freundin erzählen müsse. Diese zwei Antworten spiegeln wider, was Ehepaare vielleicht oft zu schaffen macht. Während Frauen sich nach Austausch sehnen und Zuneigung brauchen, die Männer in Worte fassen müssten, fällt es den Männern oft schwer, mitzuteilen und ihren Gefühlen von Liebe Ausdruck zu verleihen.

Kommunikation in der Ehe oder in einer Partnerschaft kostet Männer oft Überwindung. Trotzdem möchten auch sie spüren, dass sie respektiert und geachtet werden, dass man sie ernst nimmt und zu ihnen steht. Viele Ratgeber wurden schon darüber geschrieben, wie diese besonderen Eigenschaften von Mann und Frau in einer Partnerschaft und Ehe dazu führen, dass beide erfüllt und glücklich in einer Beziehung miteinander Leben. Eigentlich bräuchte es dafür aber weder wissenschaftliche Untersuchungen noch repräsentative Umfragen, denn im Grunde stehen all diese Tipps bereits in der Bibel. Dieses „Buch der Bücher“ ist über 2000 Jahre alt, aber noch immer hochaktuell.

Katharina Schmidt, die Leiterin des Instituts für Christliche Lebens- und Eheberatung (ICL) setzt sich in der aktuellen Ausgabe des Thema-des-Monats-Podcasts des ERF Südtirol damit auseinander, inwieweit die Verse des Apostels Paulus aus dem Brief an die Epheser, Kapitel 5, 22-33 für uns noch immer von Bedeutung sind. Sie geben uns Anweisungen geben für eine gesunde Beziehung. Viele halten diese Verse für überholt und umstritten, wer sie aber ernst nimmt, wird seinen Gewinn daraus ziehen und auch recht bald feststellen, wie unglaublich hilfreich diese Anweisungen der Bibel für unsere Ehen sind. Deshalb rät auch die Ehe- und Familienberaterin, diese Verse ernst zu nehmen.

Von den Männern fordert die Bibel, dass sie ihre Frauen lieben und auch lernen, ihre Zuneigung in Worte auszudrücken. Die richtigen Worte zur richtigen Zeit signalisieren der Frau, geliebt und begehrt zu sein. Frauen hingegen sollen ihre Männer achten und ehren. Wenn sie wohlüberlegte Entscheidungen ihrer Männer mittragen und auch dann hinter ihren Männern stellen, wenn es mal nicht alles so gelingt, wie man es sich erwartet hat, fühlt sich ein Mann geachtet. Eine Frau muss sich dafür nicht von den Entscheidungen ihres Mannes abhängig machen, sie sollte ihn aber unterstützen und ihm helfen, dass er seine Entscheidungen gerne trifft, weil er weiß, dass seine Partnerin diese Entscheidungen mitträgt. Wenn sich eine Frau darauf verlässt, dass Gott ihr Leben in seiner Hand hält, muss sie nicht mehr darum kämpfen, die Entscheidungsgewalt zu gewinnen und Rechte erstreiten. Eine Frau, die sich auf Gott verlässt, kann immer zu ihrem Mann aufschauen, ohne dabei an ihrem eigenen Wert zu zweifeln, was ohnehin falsch wäre.

Wenn diese einfachen Anweisungen der Bibel in einer Beziehung mit Gottes Hilfe befolgt werden, können beide Ehepartner aufblühen und sich entfalten. Mann und Frau können das Zusammensein dann auch wirklich genießen. Heute kommt es jedoch vielfach vor, dass Ehen zu reinen Zweckgemeinschaften verkommen, die spätestens dann in Krisen geraten, sobald die Kinder aus dem Haus sind und viele Aufgaben entfallen. Anstatt die neugewonnene Zeit der Zweisamkeit zu genießen, kommt es oft zu Konflikten. Ehe- und Familienberaterin Katharina Schmidt rät deshalb dazu, schon viel früher an der Beziehung zu arbeiten und sich dafür auch immer wieder Raum zu verschaffen, um zu zweit Zeit zu verbringen und einander das zu schenken, wonach der andere sich sehnt: Liebe und Respekt.

Näheres dazu hören Sie im Podcast. Es ist der fünfte Teil einer Reihe zum Thema „Krisen als Chancen nutzen“ mit Katharina Schmidt im ERF Südtirol.