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Schwierigkeiten können uns weiterbringen und stärker machen.
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Elisabeth Elliot, die später sehr bekannt gewordene Buchautorin, ist gerade mal drei Jahre verheiratet und lebt zusammen mit ihrem Mann und ihrer zehn Monate alten Tochter im östlichen Teil Ecuadors, als ihr Mann, der erst 29-jährige Jim Elliot, von einer Gruppe Huaorani im ecuadorianischen Urwald umgebracht wird. Plötzlich steht Elisabeth mit ihrer kleinen Tochter in dem fremden Land allein da. Doch sie läuft nicht davon, sondern bleibt in Ecuador und setzt sich weiter dafür ein, dass Menschen Jesus Christus kennenlernen.

Einige Jahre später heiratet sie ein zweites Mal. Doch auch ihr zweiter Mann stirbt, vier Jahre nach ihrer Hochzeit. Für Elisabeth Elliot ein Schock, der viele Fragen in ihr hervorruft. Schließlich scheint sie vom Leid geradezu verfolgt zu werden. Ob Gott, dem sie seit Jahren dient, es vielleicht doch nicht gut mit ihr meint? Solche und ähnliche Fragen stellt sie sich nun. Doch sie hält sich nicht lange dabei auf, sondern setzt sich weiter für diesen Gott ein. 1990 bringt sie ein Buch unter dem Titel „Wege durch das Leiden“ auf den Markt. In diesem Buch geht sie auf das erlebte Leid in ihrem Leben ein. Eindrücklich zeigt sie auf, dass Leid in unserem Leben nicht unbedingt eine Strafe sein muss. Vielmehr werden Krisen oft von Gott benutzt, um uns in unserer Entwicklung weiterzubringen. Elisabeth Elliot hat in ihren Zeiten der Krise gelernt, dass Gott sie durch das Leiden trägt. Wenn Gott einem Menschen Leid zumutet, so verfolgt er damit ein Ziel. Das war auch bei Elisabeth Elliot der Fall. Wichtig ist nur, wie wir darauf reagieren.

In der aktuellen Ausgabe des Thema-des-Montas-Podcasts des ERF Südtirol spricht die individualpsychologische Ehe- und Familienberaterin Katharina Schmidt über Nöte, die ganz plötzlich und unerwartet über uns hereinbrechen – zum Beispiel durch Krankheiten, oder den Verlust von geliebten Menschen. Der harmonische Lauf des Lebens, den sich die meisten Menschen wünschen, wird durch solche Lebenskrisen empfindlich gestört. Die Frage ist, wie wir mit dieser „Störung“ unserer Pläne umgehen. Dabei spielt eine große Rolle, wie wir Krisen in unserer Kindheit erlebt und wahrgenommen haben. Wie haben wir Eltern und Geschwister erlebt, wenn sie Leid erfuhren? Die Referentin macht deutlich, dass es helfen kann, wenn wir unsere Prägungen aus der Kindheit reflektieren und hinterfragen.

Doch so wie die Buchautorin Elisabeth Elliot, betont auch die Therapeutin Katharina Schmidt, dass Gott nicht immer die Schwierigkeiten und Herausforderungen wegnehmen muss, um uns zu segnen. Es kann auch sein, dass wir nur deutlich spüren, wie Gott uns durch Krisen hindurchträgt. Schmidt ermutigt uns deshalb dazu, dass wir uns in den schwierigen Zeiten des Lebens an die vielen wunderbaren Verheißungen Gottes erinnern sollten. Wenn es in unserem Leben auch drunter und drüber geht und uns der Boden unter den Füßen weggezogen wird, dann können wir uns daran festhalten, dass Gott unveränderlich ist und hält, was er verspricht. Seine Zusagen gelten auch heute noch. Er hat versprochen, dass denen, die ihn lieben, alles, auch die Schwierigkeiten, zum Besten dienen werden (Vgl. Römer 8,28). In den großen Herausforderungen unseres Lebens lohnt es sich deshalb, nicht die quälende Frage nach dem „Warum?“ zu stellen, sondern Gott zu bitten, uns seine himmlische Perspektive auf die Dinge zu zeigen. Denn wie ein Baum durch heftige Winde und Stürme festere und tiefere Wurzeln bekommt, so werden auch wir durch Lebensstürme fester in Gott verwurzelt.

Näheres dazu hören Sie im Podcast. Es ist der zweite Teil einer Reihe zum Thema „Krisen als Chancen nutzen“ mit Katharina Schmidt im ERF Südtirol.