page-header
Krisen erlebt jeder – die Frage ist, wie wir damit umgehen.
Anzeige

Joni ist 18 Jahre alt, als ein Unfall ihr Leben komplett verändert. Während das sportliche, junge Mädchen zuvor gerne ritt, Tennis spielte oder schwamm, ist sie von nun an für den Rest ihres Lebens an einen Rollstuhl gefesselt, denn Joni kann weder ihre Beine noch ihre Finger und Handgelenke bewegen. Sie ist querschnittsgelähmt. Eine unglaublich aussichtslose und belastende Situation für sie. Doch Joni verfügt über die Charaktereigenschaft der „Resilienz“. Das sind Menschen, die sich auch in Krisenzeiten und von großen Herausforderungen nicht lähmen oder runterziehen lassen. Stattdessen finden sie kreative, neue Wege, weiterzumachen.

Joni Eareckson Tada, so heißt die inzwischen sehr berühmt gewordene Buchautorin und Referentin, wurde zwar keine berühmte Sportreiterin, wie sie das als junges Mädchen anstrebte, aber sie lernte einen Pinsel mit dem Mund zu führen und so Bilder zu malen. Außerdem fing sie an Bücher zu schreiben. Insgesamt schrieb Joni bis heute nicht weniger als 35 Bücher und setzt sich weltweit für Menschen mit Behinderungen ein. Damit ist Joni ein lebendes Beispiel dafür, wie eine tiefe Krise genutzt werden kann. Denn aus ihr wurde eine sehr erfolgreiche Künstlerin mit sehr großem Wirkungsradius. Wer sich auch durch Krisen nicht aus der Bahn werfen lässt, kann neue Wege finden und zu einem erfüllten, lebenswerten und bereichernden Leben finden.

Die Leiterin des Instituts für Christliche Lebens- und Eheberatung Katharina Schmidt erklärt in der aktuellen Ausgabe des Thema-des-Monats-Podcasts des ERF Südtirol, inwieweit unsere Reaktion auf Krisen davon abhängt, welche Prägung wir als Kinder von unserer Familie und unserem Umfeld mit auf den Weg bekommen haben. Aber auch wenn wir von Geburt an Einflüssen ausgesetzt sind, an denen wir nichts ändern können, ist das kein Grund, uns bei Schwierigkeiten nur in Selbstmitleid und Bitterkeit zurückzuziehen. Denn Gott hat jedem Menschen auch etwas von seiner schöpferischen Kraft mit auf dem Weg gegeben. Wir verfügen über Ideenreichtum und Willensstärke. Wir sind nach seinem „Ebenbild“ geschaffen und haben deswegen immer die Möglichkeit, uns für Vertrauen und Hoffnung in diesen großen Gott zu entscheiden und uns darauf zu verlassen, dass er unser Leben gut führt.

Katharina Schmidt macht deutlich, dass hinter jeder Krise im Grunde eine Identitätskrise steckt, weil wir in Situationen geraten, in denen die Mechanismen, die wir uns in frühster Kindheit angewöhnt haben, plötzlich nicht mehr funktionieren. Das muss uns aber nicht zwingend aus der Bahn werfen. Eine Lebenskrise stellt immer auch die Chance dar, Erlerntes zu hinterfragen und neue Wege zu finden, um mit unerwarteten Situationen umzugehen. So wie Joni Eareckson Tada und viele andere nach persönlichen Herausforderungen ganz neu durchstarten konnten - besser als sie es sich zuvor je vorstellen konnten.

Näheres dazu hören Sie im Podcast. Es ist der erste Teil einer Reihe zum Thema „Krisen als Chancen nutzen“ mit Katharina Schmidt im ERF Südtirol.