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Seit 2018 werden Christen in China wieder verstärkt kontrolliert und unterdrückt.
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Verschärfte Kontrollen, Beschattung, Verhöre, Verhaftungen und strenge Auflagen – mit der neuen Religionsverordnung von 2018 ist die Situation für Christen in China wieder schwierig geworden. Auf dem Weltverfolgungsindex, mit dem das Hilfswerk Open Doors die Situation von Christen weltweit beschreibt und bewertet, ist der asiatische Staat im vergangenen Beobachtungszeitraum von Platz 27 auf Platz 23 des Weltverfolgungsindexes gesprungen. Immer wieder werden Gottesdienste durch Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes gestört und Christen bedroht. Bürger werden eingesetzt, um Informationen über die Christen zu sammeln und an die Regierung weiterzugeben. Begründet wird das mit der „Sinisierung“, das bedeutet, dass China eine Politik der Rückbesinnung auf die chinesische Kultur und althergebrachter ideologischer Wurzeln des Landes verfolgt. Deshalb wird auch die Weitergabe des christlichen Glaubens in vielen Bereichen der Gesellschaft eingeschränkt oder sogar verboten. Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist es beispielsweise generell verboten, religiöse Veranstaltungen zu besuchen oder daran teilzunehmen. Auch christliche Radio- und Fernsehsendungen sind nicht gestattet.

In der aktuellen Folge des Thema-des-Monats-Podcast des ERF Südtirol berichtet Horst Marquardt, der langjährige Direktor des ERF Deutschland, von einem Mann, der trotz dieser Gesetze christliche Radioprogramme anhörte – und zwar legal, denn er war Polizist und damit beauftragt, ausländische Sendungen anzuhören, um sie der Regierung zu melden. Eines Tages unterbricht dieser Polizist ein christliches Treffen. Die Gläubigen sind schockiert, als der Polizist den Raum betritt, weil sie davon ausgehen, dass er gekommen ist, um ihren Leiter zu verhaften oder den Gottesdienst zu bespitzeln. Doch nichts davon geschieht. Stattdessen geht der Polizist zielstrebig auf den Prediger zu und bittet: „Ich möchte eine Bibel kaufen!“ Die Gläubigen denken, dass es eine Falle ist. Doch auch diesmal täuschen sie sich. Der Polizist nimmt die Bibel, die der Prediger ihm schenkt und setzt sich lächelnd zu den anderen. Später kann er den überraschten Christen davon erzählen, dass er durch das Hören der christlichen Radioprogramme tief beeindruckt war und gekommen ist, um Jesus kennenzulernen. Heute ist der ehemalige Polizist Leiter einer kleinen christlichen Hauskirche. Solche Wunder geschehen auf der ganzen Welt immer wieder, weil Gott sich nicht von Grenzen oder Gesetzen aufhalten lässt.

Gott kann Menschen erreichen, wo, wann und wie er will. Deshalb ist es so wichtig, dass wir für Menschen beten, von denen wir uns erhoffen, dass sie mit dem Licht des Evangeliums erreicht werden und zu Jesus Christus finden. Horst Marquardt hat während seiner langen Dienstzeit beim ERF viele solcher Bekehrungsgeschichten erlebt. Als er im Auftrag von TWR, der weltweit tätigen Partnerorganisation des ERF in viele Länder der ganzen Welt reiste, wurden ihm eine ganze Reihe solcher Geschichten erzählt. Die Ausstrahlung christlicher Radiosendungen ist zwar längst nicht in allen Ländern der Erde erlaubt, aber Gott findet immer Wege zu den Herzen der Menschen, die ehrlich nach ihm suchen. Auch bei uns in Europa ist es nicht selbstverständlich, dass Menschen zum lebendigen Glauben an Jesus kommen. Trotzdem hilft Gott jeden Tag und erreicht und verändert Menschenleben bis heute.

Näheres dazu und weitere bewegende Erfahrungsberichte hören Sie im Podcast. Es ist der sechste Teil einer Reihe zum Thema „Und die Herzen taten sich auf“ mit Horst Marquardt im ERF Südtirol.