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Die Naturwissenschaft entdeckt immer wieder neue Gesetze, nach denen unser Universum angeblich funktioniert – aber sie kann auch erklären, wer sie gemacht hat?
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„Wozu brauche ich den Glauben an Gott, wenn so viele Dinge naturwissenschaftlich erklärbar sind?" – diese häufig gestellte Frage zeigt, dass Gott für viele Menschen inzwischen „unwichtig" geworden ist. Doch das ist eine große Täuschung. Denn erstens gibt es (noch) so unglaublich viel, was nicht durch Wissenschaft und Forschung erklärt werden kann, und zweitens endet dieses Wissen spätestens am Tag unseres Todes ohnehin. Und dann? Was machen wir dann? Wenn wir wirklich vor Gott stehen und er uns fragt: "Warum habt ihr nicht nach mir gefragt?"

Professor Thomas Schimmel von der Universität Karlsruhe ist in seiner wissenschaftlichen Arbeit zum Schluss gekommen: Je mehr Rätsel der Natur gelöst werden können, desto mehr staunt er über den großen, allmächtigen Gott und Schöpfer, der all diese Dinge in seinen Händen hält, lenkt und steuert. Dieselbe Erkenntnis wird durch den Aussppruch auf den Punkt gebracht: „Der erste Schluck aus dem Becher der Wissenschaft macht atheistisch, aber auf dem Boden des Bechers wartet Gott." Naturwissenschaftler finden zwar immer wieder neue „Spielregeln", nach denen unser Universum funktioniert, aber sie können nicht erklären, wie und warum sie funktionieren und woher sie kommen. Wer jedoch, wie Max Plank, einer der ganz Großen der Wissenschaft, Gott in seine wissenschaftliche Arbeit mit einbezieht, der findet auch darauf die Antwort. Im aktuellen Thema-des-Monats Podcast des ERF Südtirol kommt Prof. Schimmel darauf zu sprechen.

Die Herkunft der „Naturkonstanten", wie beispielsweise die Ladung der Elektronen, kennen wir nicht. Doch wir wissen, dass diese Zahlen im ganzen Universum die gleichen sind. Wenn sich beispielsweise an dieser Ladungszahl der Elektronen plötzlich etwas ändern würde, wäre Leben für den Menschen von einem Moment auf den anderen unmöglich – so viel hängt von der Konstanz dieser Zahl ab. Das heißt: Wir sind auf Gedeih und Verderb auf die Stabilität dieser Zahlen angewiesen. Einerseits zeigt uns dieses Wissen, wie unglaublich ohnmächtig wir sind und wie wenig Einfluss wir auf Leben und Tod und auf die Zukunft in diesem Universum haben. Das sollte uns bescheiden und demütig machen. Aber leider ist häufig das Gegenteil der Fall. Menschen glauben, dass sie schon alles wüssten und Gott nicht mehr bräuchten. Doch das ist natürlich ein kolossaler Irrtum.

Denken wir nur daran, dass alles im Universum darauf ausgelegt ist, dass wir leben können. „Dem Universum sind wir egal – aber dem, der dieses ganze Universum geschaffen hat, ganz offensichtlich nicht." So formuliert es Professor Schimmel. Die Frage ist, wie wir persönlich zu diesem unfassbar großen Schöpfer stehen und ob wir uns bereits damit befasst haben, durch Gebet Kontakt zu ihm aufzunehmen. Wie aber könnten wir das? Wo er doch größer ist, als das Weltall mit all seinen Galaxien, Sternen und schier unvorstellbaren Entfernungen, wie sollen wir, die wir doch so unbedeutend sind und so wenig Einfluss nehmen können, mit ihm Kontakt aufnehmen?

Auf diese Frage gibt uns ein Beispiel aus dem Universum die Antwort. Einem Menschen ist es nämlich nach wie vor unmöglich, zu anderen Galaxien zu gelangen, trotzdem können wir von ihnen erfahren und sie entdecken - und zwar durch das Licht, das von ihnen zu uns dringt. Auch Gott, der Schöpfer dieses ganzen Universums, hat sein Licht auf diese Erde gesandt. Da wir keinerlei Möglichkeit haben zu ihm zu gelangen, weil uns unsere Schuld uns von ihm trennt, hat er seinen Sohn zu uns gesandt. Er ist das Licht der Welt (vgl. Johannes 8,12) und zeigt uns, wie Gott ist. Im Leben und Wirken von Jesus Christus auf dieser Erde, hat er uns ein vollkommenes Leben vorgelebt und durch seinen Tod am Kreuz die Strafe für unsere Schuld auf sich genommen. So sagt es uns die Bibel.

In der Bibel wird uns Gott auch als ein Gott beschrieben, der uns sieht (Vgl. 1. Mose 16,13) und zwar immer und überall, in allem, was wir tun. Er verliert uns nicht aus den Augen. Das mag für manchen von uns beängstigend klingen, zeigt uns aber auch, dass Gott eine Beziehung zu uns möchte, auf die wir uns jedoch einlassen müssen, damit sie zustande kommt. Denn Gott respektiert unseren freien Willen. Wenn wir jedoch auf Gottes Güte antworten, werden wir erleben, dass Gott viel mehr ist als der Schöpfer aller Dinge im Leben. Denn er gibt uns auch Halt,Trost, einen Sinn für unser Leben und ist zu uns wie ein liebender Vater.

Näheres dazu im Podcast. Es ist der vierte Teil einer Serie zum Thema „Faszination Schöpfung" mit Prof. Dr. Thomas Schimmel.