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Vom Glauben erzählen beginnt vor der Haustür.
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Im nahen und mittleren Osten, in Syrien, Israel und Jordanien lebt der Volksstamm der „Drusen“. Der Glaube der Drusen wird als „Geheimreligion“ bezeichnet, weil man bis auf einige historisch nachverfolgbare Ereignisse keine Details über die Riten und Gebräuche dieser Glaubensgemeinschaft kennt. Das Wissen über diese Religion wird nicht nach außen weitergegeben und Druse kann nur derjenige werden, der drusische Eltern hat – freiwillig von außen zu dieser Religion zu konvertieren ist nicht möglich. Was für ein immenser Unterschied zu der Lehre des Christentums!

Jeder Mensch soll und darf erfahren, dass Jesus, der Sohn Gottes, für die Sünden der Welt gestorben ist und so den Weg in den Himmel freigemacht hat. Jesus hat den Christen nicht nur die Möglichkeit gegeben, von ihrem Glauben zu erzählen und ihn somit an andere weiterzugeben, sondern hat es ihnen sogar befohlen. Das muss uns aber keineswegs überfordern oder ängstigen. Denn wer Gottes Liebe und Gnade erfahren hat, ist ohnehin begeistert und bewegt davon, dass er gern auch anderen davon erzählt. Zum anderen sagt Jesus: „Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde“ (Matthäus 28,18). Damit stellt er klar, dass es nichts zu befürchten gibt, denn er ist der Herrscher der Welt. Er hält alles in seiner Hand. Niemandem kann etwas zustoßen, was nicht seinem Willen entspricht. Jesus betont aber auch: „Ich bin bei euch jeden Tag, bis zum Ende der Zeit!“ (Matthäus 28,20). Damit verdeutlicht er einmal mehr, dass seine Jünger niemals allein sind. Er wartet nicht darauf, dass sie seinen Auftrag ausführen und bewertet dann, ob es ihnen gut gelungen ist – nein, er macht sich vielmehr gemeinsam mit ihnen auf den Weg. Ist das nicht großartig?

Wie aber kann ich meinen Glauben mit anderen teilen? Jürgen Werth, der langjährige Direktor des ERF in Deutschland, bekannt auch als Buchautor und Liedermacher, bringt im aktuellen Thema-des-Monats-Podcast des ERF Südtirol Beispiele dazu und vertritt gleichzeitig den Standpunkt, dass Mission letztlich immer vor der eigenen Haustür anfängt. Ein Christ muss nicht unbedingt in weit entfernte Länder reisen, um Menschen von Jesus zu erzählen, er kann und soll ganz einfach da anfangen, wo Menschen in seinem Umfeld sind, die Jesus noch nicht kennen, denn davon gibt es inzwischen leider mehr als genug. So hat es Jesus uns vorgemacht und wurde deshalb von seinen Gegnern einmal als „Freund der Zöllner und Sünder“ (Lukas 7,34) genannt. Wenn Menschen spüren, dass wir ein ehrliches Anliegen für sie haben, sie nicht verurteilen, sondern ihnen einfach aus Wertschätzung eine gute Nachricht weitergeben wollen, können sie unser Reden vom Evangelium auch viel leichter verstehen und annehmen.

Dennoch endet Mission nicht vor der eigenen Haustür, sondern hat auch eine weltweite Dimension, in die wir investieren dürfen. Deshalb gilt für jeden von uns, der nicht selbst in die Ferne ziehen will oder kann, dass wir die unterstützen, die sich dazu berufen fühlen und bereit dazu sind. Wir können sie im Gebet begleiten und ihre Arbeit finanziell unterstützen. Auch Radio, Fernsehen und vor allem das Internet sind Medien, mit denen wir die Botschaft von der Errettung der Menschen weitersagen können. Diese Medien erreichen tagtäglich Millionen von Menschen in ganz unterschiedlichen Ländern. Unterstützen wir sie mit unseren Möglichkeiten, finanziell und auch mit unserem Gebet! Es ist das, was Jesus möchte. Und Vertrauen wir Gott, dass er aus allem, was wir an Zeit, Gebet und finanziellen Gaben Gutes macht, um die Herzen der Menschen zu erreichen.

Wir dürfen Gottes Werkzeuge sein, wo immer wir sind und was immer uns dazu zu Verfügung steht. Deshalb lasst uns keinen Tag in unserem Leben versäumen, um Gott zu dienen. Wir können uns von Gott gebrauchen lassen – Gott wird Großartiges daraus machen. Das werden wir eines Tages sehen, wenn wir bei ihm sind und den Lohn dafür empfangen, den er jedem versprochen hat, der auf sein Wort hört und danach auch handelt. 

Näheres dazu im Podcast. Es ist der sechste Teil einer Serie zum Thema „Kein Leben ohne Gnade“ mit Jürgen Werth im ERF Südtirol.