page-header
Viele Menschen sind auf der Suche nach Glück – und oft scheint es, als wäre es nur in weiter Ferne zu finden. Aber stimmt das?
Anzeige

Glück – was ist das? Jeder wünscht es sich. In der US-Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung ist es sogar als verbrieftes Recht verankert. Jedem Bürger der USA wird ein Recht auf das „Streben nach Glück“ zugesprochen. Aber nach was genau Sucht man denn da? Einen Sechser im Lotto? Einen Partner? Das perfekte Angebot? In dem romantischen Gedicht „Des Fremdlings Abendlied“, das von dem bekannten klassischen Liedkomponisten Franz Schubert im Lied „Der Wanderer“ vertont wurde, heißt die Abschlusszeile „Dort, wo du nicht bist, ist das Glück.“ Genauso fühlt es sich häufig an. Besonders in den sozialen Netzwerken scheint es so zu sein, als seien alle anderen stets viel glücklicher. Sie sind auf Reisen, haben harmonische Familien, große Häuser, teure Kleidung und schnelle Autos.

Besonders spannend ist, was sich der ehemalige König des asiatischen Landes Bhutan zu diesem Thema ausgedacht hat. Er war der Ansicht, dass ein Herrscher dafür sorgen sollte, dass die Bewohner seines Landes glücklich sind und hat deshalb das „Bruttonationalglück“ eingeführt. Anstatt sich wie andere Staaten lediglich auf wirtschaftliche und finanzielle Richtwerte zu konzentrieren, um so die Zufriedenheit der Bürger zu gewährleisten, bezieht Bhutan auch Dinge wie Kultur und Religion oder Familienzusammenhalt mit ein. Das Konzept ist sehr beliebt – so dass bereits andere Staaten dieser Erde überlegen, sich daran ein Beispiel zu nehmen.

Glück ist eben mehr als Geld – auch wenn das in unserer westlichen, kapitalistisch geprägten Gesellschaft manchmal so scheint. Alle wollen reich werden, Karriere machen – „Think big!“ ist der Leitspruch dieser Kultur. Dabei ist den wenigsten von uns bewusst, dass wir zu den reichsten Menschen der Welt gehören und nicht weit von uns entfernt Menschen hungern, erfrieren, ausgebeutet werden oder an harmlosen Krankheiten sterben. Ganz ähnlich erzählte es Jesus einmal in der sogenannten Geschichte „vom reichen Mann und dem armen Lazarus“. Der reiche Mann hatte in seinem irdischen Leben zugesehen, wie Lazarus vor seiner Tür hungerte. Nach dem Tod der beiden ungleichen Männer stellte sich jedoch heraus, dass Lazarus, der Arme, einen Reichtum besaß, den ihm niemand nehmen konnte. Während „der reiche Mann“ ganz offensichtlich nichts von seinem Reichtum mitnehmen konnte und in der Hölle unendliche Qualen litt, durfte Lazarus ins Paradies.

Wirkliches, unvergängliches Glück kann man sich nicht mit Geld kaufen – und einen Platz im Himmel erst recht nicht. Vor Gott zählen keine Bankkonten und auch keine Begabungen oder Fähigkeiten. Kein Mensch kann jemals von sich aus in den Himmel kommen. Aber durch den Tod Jesus am Kreuz auf Golgatha steht die Tür zum Himmel für jeden von uns offen. Jeder, der zu Jesus kommt, sich seine Schuld von ihm vergeben lässt und ein neues Leben mit ihm beginnt, wird zu einem Kind Gottes und damit zum Erben des ewigen Lebens bei Gott im Paradies.

Glück, so formuliert es Jürgen Werth, der langjährige Direktor des ERF, ist das, was übrigbleibt, wenn ein Mensch stirbt, der an Jesus Christus glaubt und ihm vertraut. Deshalb heißt es bereits im Alten Testament: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden“ (Psalm 90,12).

Klug ist derjenige, der sich in seinem Leben an das hält, was ihm durch den Tod nicht genommen werden kann. Denn alles andere vergeht und ist letztlich nur eine Täuschung. Trotzdem gibt es immer wieder Menschen und sogar Christen, die so leben, als wenn diese Welt und ihr irdischer Besitz alles wäre. Dabei zeigt die Bibel uns mehr als deutlich, dass diese Welt und alles darauf vergänglich ist. Gott und sein Wort hingegen haben ewigen Bestand. Deshalb fordert Jesus seine Jünger in der berühmten Bergpredigt dazu auf, nicht auf dieser Erde Reichtümer anzuhäufen, sondern im Himmel: „Sammelt euch keine Reichtümer hier auf der Erde, wo Motten und Rost sie zerfressen oder Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch lieber Schätze im Himmel, wo sie weder von Motten noch von Rost zerfressen werden können und auch vor Dieben sicher sind. Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein“ (Matthäus 6,19-21).

Indem wir uns für ein Leben mit Jesus Christus entscheiden, entscheiden wir uns für das Glück. Wer sein Leben auf das ausrichtet, was Jesus Christus sagt, der erlebt wahres Glück, wenn auch nicht immer nach den Maßstäben dieser Welt. Gott hat alle Voraussetzungen dazu geschaffen, dass wir in den Himmel kommen können. Wir müssen es nur wollen. Ganz gleich, ob wir vermögend sind wie „der reiche Mann“ im Gleichnis oder bettelarm wie der arme Lazarus. Die Tür steht jedem offen, der bereit ist, seinen falschen Stolz aufzugeben und seine Hilfsbedürftigkeit einzugestehen. Wir dürfen die Entscheidung treffen, wo wir die Ewigkeit verbringen und diese Entscheidung wird unser Leben verändern. Ist das nicht großartig? Wenn wir uns für den Himmel entscheiden, werden wir bereits auf dieser Welt erkennen, was Glück wirklich bedeutet. In der Bibel lesen wir dazu die Worte: „Ich aber setze mein Vertrauen auf dich, meinen Herrn; dir nahe zu sein ist mein ganzes Glück“ (Psalm 73,28a).

Näheres dazu im Podcast. Es ist der vierte Teil einer Serie zum Thema „Kein Leben ohne Gnade“ im ERF Südtirol mit Jürgen Werth, dem langjährigen Direktor des ERF.