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Veränderung wünschen sich viele – aber sie erfordert Mut.
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Viele Menschen sehnen sich nach Veränderung, sind unzufrieden mit ihrem Leben und ihren Umständen oder wünschen sich einen Neuanfang. Sie möchten die eigenen Schwächen und Fehler hinter sich lassen, sind dazu aber nicht imstande. Wenn nun aber Jesus selbst dich fragen würde: „Was willst du?“ Was würdest du antworten? Wenn ein schier unüberwindbares Problem vor uns liegt, oder uns gerade eine Hiobsbotschaft erreicht, wüssten wir wahrscheinlich sofort, was wir uns von dem allmächtigen Gott wünschen würden. Das ist aber nicht immer so. Manchmal hoffen wir auch nur, Jesus möchte eingreifen und unser Leben verändern, obwohl wir vielleicht gar nicht so genau sagen können, was er eigentlich tun soll. Vielleicht denken wir auch, dass Jesus doch selbst wisse, was wir brauchen.

Jürgen Werth untersucht in der neuen Folge des Thema-des-Monats Podcast des ERF Südtirol eine Begebenheit aus dem Neuen Testament, in der Jesus genau diese Frage stellt. "Was willst du?“, fragt Jesus den blinden Bartimäus – und im Prinzip richtet er diese Frage an jeden von uns, auch wenn es vielleicht offensichtlich ist, aus welchem Grund wir zu Jesus kommen. So war es ja auch bei Bartimäus. Wir lesen im Markusevangelium Kapitel 10, in den Versen 46-52, dass er laut rief, als er hörte, dass Jesus vorüberging. Als er dann zu ihm kam, stellte Jesus die Frage: "Was willst du?“ Diese Frage irritiert zuerst einmal. Aber es geht hier nicht darum, dass Jesus nicht weiß, was der blinde Bartimäus sich am allermeisten wünscht. Jesus hinterfragt vielmehr, ob Bartimäus wirklich bereit ist, sein Leben verändern zu lassen.

Wenn Gott in unser Leben eingreift, bleibt es niemals wie es ist. Bartimäus kann sich nicht mehr hinter seiner Behinderung verstecken und andere für sich arbeiten lassen, wenn Jesus ihn erst einmal geheilt hat. Mit seiner Frage drückt Jesus aus: "Wenn ich dich sehend mache, dann wirst du nie mehr derselbe sein. Du wirst ein neuer Mensch werden. Bist du dazu bereit? Traust du dich?“

Bartimäus sagt es ganz offen. Er bringt den Mut auf: "Ja", sagt er.  "Ich möchte sehen.“ Seine Antwort ist also klar und deutlich. Er wünscht sich, sehen zu können. Jetzt ist die Frage, ob auch wir ebenso sicher und bestimmt antworten könnten? Sind auch wir bereit, Jesus wirklich in unser Leben eingreifen zulassen?

Bei Bartimäus hatte die Heilung, die er durch Jesus erfahren hat, ganz konkrete Auswirkungen und auch Konsequenzen. Er ging anschließend nicht einfach seiner Wege, sondern folgte von diesem Tag an Jesus nach.

Wenn also auch wir Heilung und Vergebung durch Jesus erfahren, sind wir dann nicht auch aufgerufen, unser Leben nach dem auszurichten, was Jesus von jedem von uns erwartet? Jesus möchte, dass wir andere dazu einladen, mit ihren Sorgen und Nöten zu Jesus zu kommen, der uns davon befreit. Es gibt nicht darum, dass wir die Probleme lösen. Denn wir sind und bleiben Bettler, wie Bartimäus es war. Wer Jesus kennt, weiß; dass Er die Macht hat, Situationen zu verändern und Leben zu erneuern. Jesus kann helfen, wenn wir uns ihm anvertrauen.

Gott wünscht sich nichts mehr, als diese enge, vertrauensvolle Beziehung zu jedem von uns, er ist bereit zu helfen und unser Leben zu verändern. Die Frage ist: Wünschen wir es uns? Und wenn ja, sind wir auch bereit, es zuzulassen?

Näheres dazu im Podcast. Es ist der zweite Teil einer Serie zum Thema „Kein Leben ohne Gnade“ mit Jürgen Werth im ERF Südtirol.