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Seit Beginn des Jahres 2020 scheinen sich die schlechten Nachrichten förmlich zu überstürzen: Kriegsähnliche Zustände im Nahen Osten, Irak, Libyen und Syrien, Waldbrände in Australien und seit Wochen bereits die vielen Meldungen rund um die COVID-19 Pandemie, die bereits tausende Menschenleben gefordert hat und unseren Alltag bis heute mitbestimmt. Die Heuschreckenplage in Afrika und immer wieder Meldungen zu Flüchtlingswellen, Klimakatastrophe und Verbrechen an Frauen. Wie sollen wir angesichts dieser vielen Meldungen noch Mut zum Leben finden? Was gibt uns Halt und Sicherheit in einer so bewegten Zeit?

Dass diese Welt von Seuchen heimgesucht wird, ist leider nichts Neues. Tuberkulose, Aids und Malaria stehen seit Jahren an der Spitze tödlicher Infektionskrankheiten. Pest, Pocken und Cholera waren es früher. Bis heute sterben weltweit jedes Jahr zwei bis drei Millionen Menschen an Infektionskrankheiten.15.000 bis 20.000 Menschen sterben in Deutschland jährlich allein an den Folgen einer Grippe. Eine weitere Geißel der Menschheit ist Krebs, durch den in Deutschland jährlich mehr als 200.000 Menschen sterben. Werfen wir einen Blick in die Geschichte, sehen wir, dass die Pest im 14. Jahrhundert über 25 Millionen Menschen hinweggerafft hat und im 19. Jahrhundert über 10 Millionen. In der Zeit kurz nach dem Ersten Weltkrieg war es die Spanische Grippe, die als Folgeerscheinung des Weltkrieges mehr als 20 Millionen Menschen in den Tod riss. Die Asiatische Grippe im Jahr 1957 tötete eine Million Menschen und an der sogenannten Hongkong-Grippe starben im Jahr 1968 nochmal 700.000 Menschen. Sars, die erste globale Epidemie des 21. Jahrhunderts, forderte ca. 800 Tote. Welche Zahlen am Ende des Coronavirus stehen werden, wissen wir noch nicht. Aber ganz bestimmt werden es mehrere Tausend sein.

Es geht auch nicht um Zahlen, Daten und Fakten, sondern um Menschen und Schicksale, die sich dahinter verbergen. Jeder, der davon betroffen ist, weiß, was es bedeutet, wenn ein Mensch, den wir vielleicht geschätzt oder geliebt haben, plötzlich – und ohne Kontakt zu seinen Angehörigen – aus dem Leben gerissen wird. Das ist so grausam, dass wir es uns vielleicht gar nicht vorstellen können. Vor allem, wenn wir bedenken, dass es vpn Gott geschaffene Menschen sind, die er liebt und retten möchte. Schon allein deshalb sollten wir uns die Frage stellen, wie wir damit umgehen sollen. Was sagt uns die Bibel dazu? Im Brief an die Römer Kapitel 8, Vers 35 heißt es: „Was also könnte uns von Christus und seiner Liebe trennen? Leiden und Angst vielleicht? Verfolgung? Hunger? Armut? Gefahr oder gewaltsamer Tod?“ Wer zu Jesus Christus gehört, für den gilt, was in der Bibel steht: Denn was immer passiert, „nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn“, Römer, Kapitel 8, Vers 39. Deshalb ist es auch für jeden von uns so entscheidend, dass wir zu Jesus Christus gehören.

Helmut Weidemann hat in seinen Vorträgen die Offenbarung des Johannes im neuen Testament näher angeschaut und kommt zu einem überraschenden Ergebnis. Was er sagt, klingt zunächst ungewöhnlich, gilt dieses Buch doch als eines der geheimnisvollsten der Bibel. Aber wie es scheint, spricht dieses Buch genau in unsere Zeit. Als Johannes diesen Text verfasste, waren Christen im römischen Reich entsetzlicher Verfolgung ausgesetzt. Johannes ermutigt die ängstlichen und beunruhigten Christen deshalb, indem er ihnen aufzeigt, wer die Weltgeschichte regiert und alles in seiner Hand hält. Damit gibt er ihnen Mut und Zuversicht. Genau das Gleiche vermitteln uns diese Texte auch heute noch, 2000 Jahre später. Immerhin befinden sich auch heute wieder viele Menschen auf dieser Erde in einer ähnlichen Situation, das zeigt gerade die hohe Zahl der verfolgten Christen in den islamischen Ländern. Deshalb ist es so wichtig, dass wir heute wie damals sicher sein können, dass Jesus der souveräne Herr der Geschichte ist. Er bestimmt jedes Ereignis und setzt Kriegen, Katastrophen und Krisen ihre Grenzen. Darauf können wir uns verlassen, insbesondere Menschen, die an Jesus Christus glauben - denn als solche stehen wir auf der Seite des Siegers.

Wer einmal begriffen hat, wie schnell alles vorbei sein kann, worauf wir unsere Sicherheit und unser Vertrauen setzen, der wird verstehen, dass wir unsere Zuversicht und unseren Mut letztlich immer nur außerhalb von uns selbst finden können. Mut und Zuversicht kann – realistisch gesehen – außschließlich der gewinnen, der die Dimension der Ewigkeit in sein vergängliches Leben mit einbezieht und sein Leben danach ausrichtet. In der Konsequenz heißt das, dass Mut zum Leben nur der finden kann, der sich dem ewigen, unveränderlichen Gott und Jesus Christus anvertraut. Die Bibel spricht sehr deutlich davon, dass Jesus Christus zurück auf diese Welt kommen wird. Das wird für diejenigen, die sich zu Jesus bekennen, ein Tag der Freude sein, während es für die, die sich gegen ihn und sein Angebot der Errettung entschieden haben, ein Tag der großen Angst sein wird.

Helmut Weidemann betont in seinen Vorträgen immer wieder, dass wir noch in einer „Zeit der Gnade“ leben, wie die Bibel den Zeitraum zwischen dem ersten Kommen Jesu auf diese Erde und seiner Wiederkunft nennt. Diese Zeit gilt es zu nutzen, heute mehr denn je.

Näheres dazu im Podcast in den Vorträgen von Helmut Weidemann. Es ist der erste Teil einer sechsteiligen Serie zum Thema des Monats „Mut zum Leben – in schwierigen Zeiten“ im ERF Südtirol.