IM Österreich – 24.08.2017

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Hochsensible Lastenträger haben Gabe Gottes

Hochsensible Lastenträger haben Gabe Gottes

Die meisten Menschen dürften wenigstens eine hochsensible Person in ihrem näheren Umfeld kennen, denn Untersuchungen haben gezeigt, dass 15 bis 20 Prozent der Menschen hochsensibel sind. Echte Hochsensibilität (eigentlich Hochsensitivität) ist eine angeborene Eigenschaft oder auch eine Gabe Gottes.

Hochsensible „ticken“ mit ihrer großen Empfindsamkeit etwas anders als andere. Wenn sie nicht verstanden werden oder sich selbst nicht verstehen, kann das zu seelischen Verletzungen und Überempfindlichkeit führen.

Aufgrund besonderer Eigenschaften ihres Nervensystems nehmen Hochsensible mehr und intensiver wahr als andere Menschen. Impulse ihrer Umwelt werden wie durch einen Verstärker aufgenommen. Anders ausgedrückt: Die „Eingangsfilter“ des Gehirns scheinen schwächer zu sein. So müssen Hochsensible ständig eine größere Informationsflut verarbeiten und verkraften. Das führt häufig zu einer Überreizung und auch zu einer früheren Erschöpfung. Diese Erschöpfung kann sehr plötzlich eintreten, so dass sogar ein entspanntes Abendprogramm mit anderen Menschen oder ein Kinobesuch eine Überforderung bedeuten. Der „Arbeitsspeicher“ ist voll, sie vertragen keine neuen Reize mehr. Auch wenn sie mit Menschen zusammen sind, die (unausgesprochen) starke innere Nöte haben, können sie schnell ermüden und sich total erschöpft fühlen. Hochsensible nehmen viele Informationen wahr, die anderen einfach entgehen. Empathisch Hochsensible können z.B. intuitiv die Stimmung einer Gruppe oder die innere Befindlichkeit einer Person erfassen, ohne dass darüber gesprochen wurde. Vorteilhaft kann dies sein, wenn ein hochsensibler Seelsorger oder Berater schnell erkennt, wo eine ratsuchende Person innerlich wirklich steht.

Diese starke Empathie ist eine bemerkenswerte Eigenschaft der hochsensiblen „Lastenträger“. Sie nehmen verborgenen Schmerz und innere Lasten bei Menschen wahr und nehmen Anteil daran, manchmal bewusst, oft jedoch unbewusst. Immer wieder kommt jemand spontan auf sie zu, um das Herz auszuschütten und sie um Rat zu fragen. Lastenträger wollen dazu beitragen, die Last des Lebens und den Schmerz in dieser Welt zu verringern. Viele haben sich bereits in ihrer Kindheit dafür entschieden, diese Aufgabe zu übernehmen. Ihr Lebensmotto ist es, „Retter“ oder „Friedensstifter“ zu sein, was ja eigentlich positiv ist. Doch bei nicht wenigen Hochsensiblen hat sich diese Rolle verselbständigt, und nun werden sie dazu getrieben, „retten“ zu müssen, wenn sie mit einer Not konfrontiert werden.

Für viele Hochsensible ist es aber auch eine seelische Qual, sich in Gruppen aufzuhalten, in denen es Spannungen gibt. Selbst Gottesdienste, Konferenzen oder sogar ein Einkaufsbummel können für sie zur Last werden, weil sie dabei die Nöte der anderen förmlich „aufsaugen“. Ihr innerer „Radarschirm“ ist ständig auf Empfang.

Quelle: ÖEA Allianz Spiegel (Team.F)