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1. Ich will die Welt sehen – und zwar komplett!

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Unbedingt möchte ich Kinder in die Welt setzen – aber vorher doch bitte noch die Rucksack-Tour durch Kambodscha machen. Und Skydiving in Alaska. Und möglichst noch einen Achttausender besteigen. Die Angst, etwas zu verpassen, ist riesig bei der „Generation Y“.

Du ahnst es: bevor alle Pläne in die Tat umgesetzt sind, bis du 40. Oder 50. Und irgendwann ist der Familien-Zug abgefahren. Klar, kann man machen. Aber wem erzählst du als Opa oder Oma vor dem Kamin deine ganzen Abenteuer-Geschichten…?

2. Spieglein, Spieglein, an der Wand…

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…wer könnte liebenswerter sein als ICH? Michael Nast bezeichnet unsere heutige Gesellschaft als narzisstisch. So wie Narziss in der Legende heftig mit seinem Spiegelbild flirtete, suchen auch wir heute in Liebespartnern häufig nur: Selbstbestätigung und Bewunderung. Die Schein-Perfektion in Werbung und Medien verstärkt das Gefühl: mein Partner muss mir zeigen, wie toll ich bin. Und haben uns nicht schon unsere Eltern vermittelt, dass wir ziemlich einzigartig sind…?

Das Problem: Diese Art von „Liebe“ trägt nicht sehr weit. Sie führt zu noch einer Affäre. Und einem weiteren Tinder-Date. Und der Unfähigkeit, einfach mal zu sagen: Ich liebe Dich so, wie du bist. Mit allen Macken. Und zwar für immer.

3. Ach ja: Wir müssen über Tinder reden

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Sie hat das Internet innerhalb von wenigen Jahren aufgerollt: die Dating-App Tinder. Wisch und Weg, ex und hopp: sie macht Dating (nennen wir’s beim Namen: Sex) zu einem Akt des Konsums.

Es braucht gar keinen krassen Kulturkritiker, um zu erkennen, dass Beziehungen dadurch extrem oberflächlich und austauschbar werden. Auf den ersten Blick (und mit ausgeklammerter Moral) scheint Tinder effizient und praktisch. Ich habe ein Bedürfnis – ich stille es mit der schier unbegrenzten Auswahl möglicher Partner. Auf den zweiten Blick – und auf den kommt’s bei der wahren Liebe bekanntlich an – ist die Folge fatal: das Besondere und Spontane beim Kennenlernen geht verloren. Die Bindungsbereitschaft sinkt. Und Beziehungen werden ganz schwierig. Das nächste Tinder-Date könnte ja noch viel toller sein.

4. Warum eine Dreiecksbeziehung gar nicht so schlecht ist

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Unsere Generation kämpft an einigen Fronten. Aber mal ehrlich: das tut jede Generation auf ihre Art, schon immer. Die Bibel beschreibt den Kern des Problems: Menschen brauchen Beziehungen, tun sich aber von Natur aus schwer, sie zu leben.

Richtig gut gelingt das nur, wenn drei Ebenen miteinander in Balance kommen: Die Beziehung zu uns selbst, zu unseren Mitmenschen – und zu Gott. Vor allem der Blick nach oben ist heute vielen fremd geworden. Dabei macht gerade der die Sache rund. Das Verwurzeltsein in Gott hilft dabei, frei und offen für andere zu sein. Keine Perfektion zu erwarten, sondern wirklich zu lieben. Und immer wieder zu vergeben, sich selbst und anderen.

5. Deine Eltern sind super langweilig. Und vielleicht glücklicher.

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Während heutige 30-jährige häufig noch um den schrammeligen WG-Tisch sitzen, haben ihre Eltern in dem Alter schon ein Häuschen gebaut und sind im Sommer zwei Wochen nach Italien gedüst. Wie spießig! Wir dagegen wollen uns verwirklichen. Mit dem Traumjob, hippen Hobbies, Kunst und Handwerk. Individuell, aber schnell.

Alles, bloß keine Routine, Langeweile, Angepasstheit. Und sind uns dabei alle so ähnlich. Auf der Suche nach ultimativer Selbstverwirklichung kommen wir nie wirklich an. Wenn du nach deinem schlecht bezahlten 12-Stunden-Was-mit-Medien-Job in der japanischen Experimental-Elektro-Bar abhängst, denkst du vielleicht plötzlich voller Sehnsucht an ein kleines Reihenhaus, zwei süße Kinder und – zwei Wochen Italien.

6. Langfristig investieren lohnt sich

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Nicht nur Warren Buffett weiß: es lohnt sich, langfristig und nachhaltig zu investieren. Was für Unternehmen wahr ist, gilt umso mehr für Menschen. Dabei geht es nicht nur um deinen Ehepartner, sondern auch um Freunde, deine Gemeinde, Nachbarn. Die Bibel gibt ein eindrückliches Beispiel dafür: Jakob verliebte sich als junger Mann.

Wie es damals üblich war, musste er den Vater der Braut um Erlaubnis fragen. Der ließ ihn zuerst mal sieben Jahre arbeiten – um ihm dann die Schwester seiner Angebeteten zur Frau zu geben. Doch Jakob zog das Ding durch und arbeitete nochmal sieben Jahre, bis er seine große Liebe heiraten durfte. So ähnlich gilt das auch für Beziehungen heute: wenn du Menschen treu bleibst, bekommst du viel dafür zurück.

7. 40 ist das neue 25. Nicht.

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Kinder und Familie: Das wollen viele aus der „Generation Y“. Genauso typisch ist aber, dass sie damit ziemlich lange warten. Gerne bis Mitte oder Ende dreißig. Ein Grund dafür ist das nicht gerade familienfreundliche Klima in unserer Gesellschaft, sagt Michael Nast. Firmen wollen Arbeitnehmer, die flexibel und „belastbar“ sind – da ist der Nachwuchs nur ein Störfaktor. Außerdem wollen viele den „perfekten Partner“, bevor sie sich vermehren.

Und das mit der Perfektion ist bekanntlich so eine Sache… Das Ergebnis: Wir fühlen uns im Schnitt acht Jahre jünger, als wir sind. Bis wir mit 40 merken, dass die Zeit doch relativ unbestechlich ist. Und wir genauso alt sind, wie wir sind.

8. Seid fruchtbar und…. lasst Tinder stecken

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Es klingt wie ein ziemlich martialischer Befehl, den Gott den ersten Menschen gibt: Seid fruchtbar und vermehrt Euch! Das heißt nicht, dass man nur mit Kindern selig werden kann.

Es gab und gibt immer auch andere Lebensmodelle, die völlig in Ordnung sind. Aber es lässt sich nicht von der Hand weisen: Es kann sehr erfüllend sein, Kinder großzuziehen, mit ihnen zu lachen und zu weinen und Ihnen Werte und Verantwortung weiterzugeben. Im Zweifelsfall gibt Dir das mehr als eine Weltreise. Wenn Du dich grundsätzlich bereit fühlst, eine Familie zu gründen, überleg doch einfach mal: sprechen wirklich so viele gute Gründe dagegen?

9. Und überhaupt: das Internet ist schuld

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Lasst uns mal kurz aufs Internet schimpfen. WhatsApp ist super – bis deine Beziehung daran scheitert, dass deine Freundin nicht antwortet, obwohl der Haken seit Stunden blau geworden ist.

Oder weil dein Freund ein Herzchen zu viel an Deine beste Freundin geschickt hat. Kommunikation wird online nicht wirklich besser. Und dann auch noch YouTube: wohlgeformte Videoblogger, Optimierungs-Opfer und Selbstinszenierer gaukeln ein ideales Leben vor, dass Du nie erreichen wirst. Deshalb: versuch’s erst gar nicht. Leg das Smartphone weg und teste die beste App: das Real Life.

10. Zaubermittel gegen das Zaudern

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Oft wissen wir ziemlich genau, was wir wollen. Und was zu tun ist. Aber wir zaudern und zweifeln. Und schieben Entscheidungen hinaus. Ob es um den Job geht, um Beziehungen oder Kinder: wir leben im Zeitalter der Unverbindlichkeit. Sich alle Optionen so lange wie möglich offenzuhalten ist ein weitverbreitetes Credo. Das aber leider häufig unglücklich macht. Das sagen nicht nur Psychologen, das sagt auch die Bibel.

Ob im Glauben, der Liebe oder der Berufung: sie ruft zu Treue und Verbindlichkeit auf. In den Worten des Hebräerbriefs (10,23): „Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat; und lasst uns aufeinander acht haben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken und nicht verlassen unsre Versammlungen!“

11. Familie vielleicht – aber deshalb gleich heiraten?

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Immer mehr wünschen sich eine Traumhochzeit in Weiß mit Kutsche. Aber verheiratet sein? Scheint nicht so sexy. Wer’s nicht will, soll’s lassen. Heiraten macht nur Sinn mit echter Überzeugung. Treue bis zum Tod funktioniert als Lippenbekenntnis nicht so recht. Im Grunde geht’s bei der lebenslangen Partnerschaft von Mann und Frau um etwas, das sich viele wünschen: Verlässlichkeit, Verbindlichkeit und Vertrauen. Eine Verbindung für immer eben. Als Fundament für’s Leben.

Ob in Weiß, Mausgrau oder Knallrot ist dabei nicht so wichtig. Aber eine von Gott gesegnete Ehe ist etwas Wunderschönes – denn sie ist das beste Abbild von der Treue und Hingabe Gottes selbst.