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EJÖ-Action für Jung und Alt – Oliver Binder: „Wollen unseren Glauben fröhlich einbringen“

Bubble Soccer, Hüpf-Burg, Boden-Labyrinth – mit einem spannenden und vielfältigen Programm feiert die Evangelische Jugend das Jubiläum 500. Jahre Reformation am Rathausplatz in Wien. Die Organisatoren haben sich viel einfallen lassen, um auch Kindern und Jugendlichen ein tolles Fest zu bieten. Mit Erfolg, wie man ersten Blick erkennen kann. Gehört der Rathausplatz hauptsächlich den Erwachsenen, tummeln sich im Rathauspark daneben Kinder und Jugendliche aus ganz Österreich.

„Meinen Kindern gefällt es wahnsinnig gut“, erklärt eine Mutter, die zufällig am Rathausplatz vorbeigekommen sind. Sie beobachtet ihre beiden Töchter, die gerade beim Bubble-Soccer ihr Fußball-Talent unter Beweis stellen und feuert sie tatkräftig an. Dass es den Kindern und Jugendlichen Spaß macht, sieht man. Mit vollem Einsatz und mit viel Hingabe laufen sie dem Ball nach – ein großer durchsichtiger Gummiball, den sie wie ein Kostüm übergezogen haben, die sogenannte Bubble, verhindert, dass es zu Unfällen oder Verletzungen kommt. „Das war super lustig, am liebsten würde ich gleich noch einmal spielen“, sagt Tobias zu seiner Mutter. „Aber es ist auch sehr anstrengend und vor allem ist es in der Kugel sehr heiß.“

Begeistert vom Bubble-Soccer zeigen sich auch KonfirmandInnen aus Loipersbach, die mit ihrem Pfarrer Jakob Kruse nach Wien gekommen sind. „Vielleicht können wir ja ein Match gegen unseren Pfarrer spielen“, sagen die Konfis amüsiert. „Es ist auch sehr schön, so viele Kinder lachen zu sehen, ein cooles Fest.“

Ruhiger und gemächlicher geht es indes beim Boden-Labyrinth zu. Eine große Folie, mit einem Labyrinth bedruckt, liegt in der Wiese. Nicht nur Kinder und Jugendliche sind eingeladen, im Labyrinth den Weg zu Mitte zu finden. Gefragt ist dabei aber nicht Schnelligkeit, vielmehr gehe es darum, die Schritte bewusst zu setzen und dabei etwa auf seinen Atem zu achten, erklärt eine der zahlreichen ehrenamtlichen HelferInnen der Evangelischen Jugend.

Besonders für die kleinen Kinder ist die Hüpf-Burg ein Anziehungspunkt. Schuhe raus, rein ins Vergnügen, so lässt sich das Motto beim Veranstaltungsort wohl am ehesten beschreiben. Die kleine Lea ist kaum rauszubekommen, erzählen ihre Eltern. Sie sind aus dem Burgenland gemeinsam mit ihrer Pfarrgemeinde angereist und sind begeistert, dass so viele Menschen zum Wiener Rathausplatz gekommen sind, um miteinander zu feiern.

„Die Stimmung ist sehr fröhlich, mich erinnert das ganze an ein großes Familienfest. Alle sind sehr entspannt, alle sind sehr zufrieden, ich sehe nur glückliche Gesichter“, sagt Oliver Binder von der Evangelischen Jugend Salzburg-Tirol im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst. Er ist gemeinsam mit 230 Kindern, Jugendlichen und Betreuern nach Wien gekommen, um 500 Jahre Reformation zu feiern. „Bei diesem Fest wollen wir zeigen, dass Kirche auch etwas für junge Menschen ist, die sich bei Projekten engagieren, die gemeinsam auf Freizeit fahren, die sich über ihren Glauben austauschen.“ Ziel der OrganisatorInnen sei es gewesen, Kindern und Jugendlichen bei diesem Fest Raum zu geben, das sei auch der Kirchenleitung ein Anliegen gewesen, erklärt Binder. Und das Angebot der Evangelischen Jugend werde auch gut angenommen. „Gerade das Bubble-Soccer ist der Renner!“.

Es gehe aber bei all diesen Aktivitäten nicht nur um Spaß, sagt Binder. „Es ist nicht ausschließlich Halli-Galli, wir wollen uns auch mit dem Glauben beschäftigen, das ist uns ein ebenso wichtiges Anliegen. Wir wollen unseren Glauben nicht verstecken, sondern fröhlich einbringen“, sagt Binder, der gerade von einem gemeinsamen Picknick mit 600 TeilnehmerInnen kommt. Bevor es morgen Sonntag wieder zurückgeht in die Diözese Salzburg-Tirol steht aber noch ein großer Jugendgottesdienst am Sonntag-Vormittag in der Lutherkirche in Wien-Währing am Programm.