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Eine alte Frau trennt den Reis von der Spreu in dem Navdanya-Projekt-Dorf Maniguha bei Agastmuni (Uttarakhand, Indien). Mit traditionellem Saatgut, das sie selbst weiterzüchten, und ökologischem Landbau erzielen die Bäuerinnen und Bauern gute Erträge. In der Region um Dehradun, die Hauptstadt des Bundesstaates Uttarakhand, gedeiht der rote Reis besonders gut. An Boden und Klima angepasste Sorten kommen mit außergewöhnlicher Trockenheit oder anhaltenden Regenfällen besser zurecht, so die Erfahrung von Navdanya.
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Anlässlich der bevorstehenden Fastenzeit appelliert der evangelisch-lutherische Bischof und Schirmherr von „Brot für die Welt“, Michael Bünker, die Verschwendung von Nahrungsmitteln zu minimieren. Allein in Österreichs Haushalten landen jährlich 366.700 Tonnen Lebensmittel und Speisereste im Müll, belegt eine Studie des Österreichischen Ökologie-Instituts aus dem Jahr 2016.

„Das hat katastrophale ökologische Folgen, die wir an unsere künftigen Generationen weitergeben“, betont Bünker. Bereits jetzt übersteige unser Lebensstil die Kapazitäten der Erde. „Würden alle Menschen so leben wie wir ÖsterreicherInnen, bräuchten wir drei Erden“, so der Bischof weiter. „Während wir in Österreich durchschnittlich ein Viertel der gekauften Lebensmittel entsorgen, sind weltweit beinahe zwei Milliarden Menschen von Hunger und Mangelernährung betroffen.“

206.000 Tonnen des Nahrungsmülls in Österreich könnten vermieden werden, wenn genau geplant und nur so viel gekauft würde, wie tatsächlich gebraucht wird. „Der Wert dieser Abfälle bemisst sich auf 1,3 Milliarden Euro im Jahr – damit könnte ‚Brot für die Welt‘ in afrikanischen Ländern 92 Millionen Familien mit dürreresistentem Saatgut versorgen“, verweist Bünker auf die globalen Konsequenzen der Verschwendung. „Wenn wir im Norden bewusst weniger verschwenden und stattdessen in die Zukunft jener Menschen investieren, die es am nötigsten brauchen, machen wir die Welt zu einem besseren Ort.“

„Brot für die Welt“ ist eine Aktion der Evangelischen Kirche in Österreich. Seit 2011 engagiert sich „Brot für die Welt“ in Österreich in Entwicklungsfragen und fördert Hilfsprojekte. Weltweit ist die Aktion in 22 Ländern in Afrika, Asien, Europa sowie Mittel- und Südamerika in den Bereichen Ernährung, Inklusion, Bildung, Frieden und Förderung von Frauen tätig. Zuletzt flossen jährlich etwa 1,8 Millionen Euro in Projekte, rund 40 Prozent davon kamen aus Spenden.