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Hauptredner an sieben Themenabenden waren die Theologen Elke Werner und Steffen Kern.
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„Deutlich über eine Million Zuschauer“ haben die Veranstaltungen der Evangelisationsreihe „PROCHRIST LIVE“ vom 11. bis 17. März verfolgt. Das geht aus „ersten zurückhaltenden Schätzungen“ des Trägervereins proChrist (Kassel) hervor. Zentraler Veranstaltungsort war Leipzig. Von dort aus wurde das Programm an über 500 Orte in Europa übertragen. Zeitgleich erfolgte die Ausstrahlung über Bibel TV, den Radiosender ERF plus sowie YouTube, Facebook und Livestream im Internet. Hauptredner waren die Theologen Elke Werner (Marburg) und Steffen Kern (Walddorfhäslach bei Reutlingen). Der proChrist-Vorsitzende Roland Werner (Marburg) sprach von einer „rundum gelungenen Themenwoche“. Die Mitarbeiter in Leipzig und an der Telefon-Hotline hätten zahlreiche Glaubens- und Seelsorgegespräche geführt. Viele Menschen – auch aus anderen Kulturkreisen – hätten erstmals oder wieder neu einen Zugang zu Jesus Christus gefunden.

Rund 200.000 Gäste bei den Abendveranstaltungen

An den Veranstaltungsorten versammelten sich laut proChrist rund 200.000 Personen. Die genaue Zuschauerzahl könne man erst nach Auswertung aller Kanäle veröffentlichen. Die Abendveranstaltungen standen unter dem Motto „Unglaublich“ und orientierten sich am Apostolischen Glaubensbekenntnis. Interviewpartner berichteten jeweils, welche Bedeutung der christliche Glaube in ihrem Leben hat. Darunter waren der Astrophysiker Heino Falcke (Nijmegen/Niederlande) und der stellvertretende Chefredakteur von Bild.de, Daniel Böcking (Berlin).

Als Christ gegen Menschenhandel engagiert

Am letzten Abend sprach der Bundestagsabgeordnete Frank Heinrich (CDU) darüber, wie er christliches und politisches Engagement verknüpft. Er gehört zum Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz und ist Vorsitzender des Vereins „Gemeinsam gegen Menschenhandel“. Er unterstütze zum Beispiel Initiativen, die sichere Unterkünfte für geflohene Zwangsprostituierte anbieten oder Vereine wie „Augsburgerinnen gegen Menschenhandel“. Als Christ wolle er nicht unbeteiligt zusehen und mit gutem Beispiel vorangehen.

12.500 ehrenamtliche Mitarbeiter

Bei der Evangelisationsreihe waren europaweit rund 12.500 ehrenamtliche Mitarbeiter im Einsatz. Etwa 20 Prozent der Veranstaltungsorte boten Simultanübersetzungen in Arabisch, Farsi und Englisch an. In Leipzig wurde zudem in deutsche Gebärdensprache, Russisch und Tigrinya übersetzt, eine Sprache, die Flüchtlinge aus Äthiopien und Eritrea sprechen. Darüber hinaus gab es an 35 Orten Veranstaltungen mit eigenen Rednern von proChrist. Die Vorträge in Gießen hielt der Professor für Evangelisation und Apologetik an der Evangelischen Hochschule Tabor in Marburg, Matthias Clausen. Die Zahl der Zuhörer lag durchschnittlich bei 110. Clausen nannte es ermutigend, „dass immer wieder Einzelne das Gespräch über den Glauben suchten“.

Seit 1993 gibt es die evangelistische Reihe

Die Reihe proChrist wurde erstmals 1993 per Satellit aus Essen ausgestrahlt. Hauptredner war der US-Baptistenpastor Billy Graham (980.000 Zuschauer), der am 21. Februar im Alter von 99 Jahren gestorben ist. Es folgten Veranstaltungen mit Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel) 1995 in Leipzig (585.000), 1997 in Nürnberg (900.000), 2000 in Bremen (1,4 Millionen), 2003 in Essen (1,8 Millionen), 2006 in München (1,5 Millionen), 2009 in Chemnitz (1,1 Millionen) und 2013 in Stuttgart (1,2 Millionen, inklusive Internet). Danach wurde beschlossen, proChrist mit mehreren Rednern durchzuführen. Zu „PROCHRIST LIVE 2015“ an 120 Orten kamen rund 100.000 Besucher.